NIH, Washington DC und alte Bekannte

NIH, Washington DC und alte Bekannte

So, nun auch endlich ein Update, was wir letztes Wochenende gemacht haben, in der Woche war einfach zuviel zu tun, daher eben erst jetzt. Um endlich im Sicherheitslabor im Rocky Mountain Lab (Hamilton, Montana) arbeiten zu können, bzw. mit dem richtigen Training beginnen zu können, musste ich einen psychologischen Test machen, da das essentiell für die Zulassung ist. Als ich in Montana war, habe ich schon einen Test ausgefüllt, dieser wurde dann bewertet und man muss dann noch ein persönliches Interview beim NIH machen. Diesen Termin hatte ich am Montag morgen in Bethesda, Maryland. Da dies direkt bei Washington DC liegt, haben wir entschlossen, zusammen das Wochenende dort zu verbringen, um uns mal das Weisse Haus und Co. anzuschauen. Ebenso wohnt Sven, der auch Doktorand in meiner Arbeitsgruppe in Marburg war, und als Postdoc in die USA gegangen ist, nun in Frederick, MD (1h von DC), so dass wir das direkt mit einem Besuch bei ihm verbinden konnten. Daher gings am Freitag abend los, erstmal eine Stunde zu spät losgeflogen, da es ein Problem mit der Gepäckladeklappe gab … war aber nicht so schlimm, da wir im Flugzeug Filme und TV schauen konnten! Für eine „Billigfluglinie“ ist Jetblue echt zu empfehlen, jeder Sitz hat seinen eigenen Bildschirm und der Sitzabstand war auch besser als bei manchen anderen Fliegern.

Am Samstag gings dann nach ausgiebigem Frühtsück (mit echt grossen Portionen für den Preis) mit der U-Bahn Richting Downtown DC. Da für Sonntag Gewitter und Regen vorhergesgat waren, haben wir uns erstmal zu Fuss alle Sehenswürdigkeiten rund um die National Mall angeschaut:

Das weisse Haus

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Washington Monument

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Die Museen des Smithsonian inclusive Skulpturenpark

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National Archive

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Das Capitol

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Als Abschluss haben wir uns dann noch die Union Station angeschaut, um von dort dann direkt zur Autovermietung zu fahren, um unseren Mietwagen abzuholen. Denn als nächstes stand der Besuch bei Sven in Frederick an, die uns zum BBQ eingeladen hatten! Nach ca. 1h Autofahrt, vorbei an der Stadt, wo er arbeitet 😉 …

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… kamen wir also bei seinem Haus (ja, er hat es gekauft) an und konnten erstmal seine neue „Familie“ kennenlernen! Er hat letztes Jahr geheiratet, Leigh ist Amerikanerin und echt nett und sie haben 2 Hunde: beides Husky’s 6 und 9 Monate alt. War echt lustig, ihn nach so langer Zeit (er ist vor 6 Jahren in die USA gegangen und dazischen war er noch einmal in Marburg zu Besuch) wiederzusehen und Erfahrungen auszutauschen. Haben den Nachmittag und Abend gemütlich auf der Terrasse im neuen Pavillion verbracht und Leigh hat „Hawaii-Burger“ gemacht (mit Hühnerfleisch und scharfen Gewürzen), waren echt lecker. Natürlich gab’s auch für Karsten einen Einblick in die Garage mit Sven’s Motorad und Leigh’s Corvette, sie soll aber verkauft werden 😉 .

Am Sonntag haben wir uns für einen Museumsbesuch entschieden, da es echt schwül draussen war und ausserdem alle Museen des Smithsonian umsonst sind !!! Daher haben wir uns zunächst für das Air and Space Museum entschieden:

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Das Museum war doch grösser als gedacht und wir haben den ganzen Nachmittag dort verbracht um uns dann mit Kristina zu treffen. Sie konnte nämlich auch Termine für die Sicherheitlaborzulassung am Montag beim NIH vereinbaren und war daher am Sonntag auch nach Washington geflogen 🙂 . Vom ganzen Rumgelaufe und dem schwülen Wetter waren wir dann doch etwas geplättet und sind daher zusammen zurück nach Bethesda. Dort haben wir dann noch gemeinsam bei einem Italiener gegessen, inklusive Musical / Opernbegleitung von zwei Live-Sängern. Danach gings dann ins Hotel, um am nächsten Tag fit fürs NIH zu sein.

Also ging morgens los zum Interview: ich hatte ja einen Ausweis bekommen in Montana aber der funktionierte in Bethesda nicht … aber kein Problem die Security Frau hat mich einfach so reingelassen 😉 . Wir hatten schon gesagt bekommen etwas mehr Zeit einzuplanen, um das Office, wo wir hinmusste, zu finden …. und das war auch echt gut. Da Gebäude zu finden ging noch, aber dann hat man sich darin erstmal verlaufen bzw. da die Hälfte leerstand, wusste man nicht ob man da wirklich richtig ist …. aber habe es gefunden! Dann hiess es erstmal „Wie Termin mit Dr.  …, sie ist heute gar nicht da !“ WAS??? Klärte sich aber schnell auf, sie war krank, aber das Interview sollte eh von 2 Leuten durchgeführt werden und daher wurde es nun eben ohne sie gemacht. Und Interview ist eigentlich auch übertrieben, es war mehr ein Gespräch, warum sie das Verfahren so machen und an welchem Punkt ich bin. Wir sind also meine komplette „Akte“ durchgegangen, welches Training ich schon habe usw. und haben uns dann über dieses psychologischen Test, den ich ausgefüllt hatte, unterhalten. Der Test wird von einem Computer ausgewertet und der gibt dann eben positive und negative Sachen aus, die man dann diskutiert. Erstmal musste ich schlucken, dass der Computer ausgespuckt hat, dass ich „moderate risk“ bin !!! Aber alles nicht schlimm, alles was er als negativ bewertet hat, ist nur realistisch sagt der Psychologe, der Computer kann sowas eben nicht unterscheiden. Und eine Frage hab ich wohl irgendwie falsch verstanden ….. aber er sieht nichts bedenkliches und hat daher empfohlen, dass ich nicht nochmal ein Gespräch machen muss und dass ich „certified“ werde, im Sicherheitslabor arbeiten zu dürfen. Na dann … bin also offiziell vom NIH als „normal“ erklärt worden 😉 . War aber schon mal interresant sowas zu machen, da ich keine Ahnung hatte, was die da so treiben und der Psychologe war echt nett und lustigerweise war er als Kind in Deutschland, da sein Vater bei der US-Botschaft in Frankfurt gearbeitet hat !!

Da wir erst Abends wieder nach Boston geflogen sind, haben wir den Rest des Tagen genutzt um nochmal zur National Mall zu fahren und die andere Seite vom Washington Monument zu erkunden:

World War II Memorial

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Reflection Pool

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Lincoln Memorial

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Danch ging’s dann wieder Richtung Hotel, um unsere Koffer anzuholen und uns mit Kristina wiederzutreffen (die auch erfolgreich ihre Termine am NIH durchhatte) für eine kleine Stärkung vorm Flug. Gut, dass wir beschlossen hatten schon früher zurückzufahern denn prompt steckten wir erstmal in der U-Bahn fest! Es war zwischen 2 Stationen auf unserer Strecke Rauch an den Gleisen und es musste geklärt werden, was da los ist …. wohl nichts schlimmes aber es hatte zur Folge das die Züge auf dem Abschnitt dann auf ein Gleis umgeleitet wurden, was natürlich Verspätungen verursacht hat. Ausserdem hatte der Zug in dem wir waren auch noch ein Problem mit einer Tür … also alle austeigen nach ca. 30 Minuten warten im Zug in der Station und auf den nächsten warten. Nach ca. 1h Stunde waren wir dann endlich am Hotel angekommen, für den gleichen Weg haben wir am Tag vorher 15 Minuten gebraucht … Daher sind wir dann auch mit dem Taxi zu Flughafen, da wir mit der U-Bahn eben wieder festgesteckt hätten. Kristina konnte ihren eigentlich späteren Rückflug sogar noch auf unsere Machine umbuchen und daher sind wir dann alle gleichzeitg wieder in Boston gelandet.

Alles in allem ein seht interresantes Wochenende, beim nächsten Mal dann aber bitte nur Sightseeing und keine psychologischen Interviews ….

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2 Gedanken zu „NIH, Washington DC und alte Bekannte

  1. Hi,
    unglaublich, was ihr alles so erlebt in den USA.
    Washington DC scheint auch eine Reise wert zu sein.
    Schön, dass die Test alle geklappt haben Judith, dann kann ja endlich geforscht werden 😉 Oder wird dann doch das Sicherheitslabor in Boston eröffnet? 😉

    Wünsche euch einen schönen sonnigen Mai im fernen Amerika…

  2. Pingback: Besuch Teil 2 – Washington D.C. | Judiths und Karstens Boston-Blog

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