Einleben im neuen Haus

Wir sind am 19. Januar aus unserer Wohnung in Quincy in unser neues Haus gezogen. Der Umzug lief sehr gut, hat aber anstatt der veranschlagten vier bis fünf Stunden knapp neun Stunden gedauert. Danach galt es dann alle Kisten wieder auszupacken und das Haus einzurichten. Als erstes haben wir natürlich erst Hannas Zimmer eingerichtet, und danach das Wohnzimmer. Da die Küche noch nicht renoviert war, haben wir nur die nötigsten Küchengerätschaften ausgepackt und den Rest erstmal in den Kisten gelassen.
Eine Woche nach dem Einzug hatten wir unsere erste Feier in unserem Haus, Hannas Geburtstag. Es war ein voller Erfolg. Danach sind wir direkt dazu über gegangen, das Haus für die Küchenrenovierung vorzubereiten, die Mitte Februar statttfand. Sie dauerte insgesamt vier Tage, in denen ein neuer Ober- und Unterschrank sowie eine neue Halbinsel eingebaut und die alten Schränke mit neuem Furnier und neuen Türen versehen wurden. Am letzten Tag kam dann auch der Quarz-Heini um die Küche wegen der neuen Arbeitsflächen auszumessen. Eine gute Woche später wurden sie dann eingebaut.

Hanna hat sich gut in das neue Haus eingelebt und schläft nun auf einer richtigen „grossen“ Matraze. Sie war auch sehr froh dass die Grosseltern im März zu Besuch waren. Sie konnten dann mit uns zusammen die Achterbahnfahrt des neuenglischen Wetter miterleben, denn wir hatten in den drei Wochen drei Schneestürme. Der Erste hat viel Wind gebracht, der Zweite hat grosse Überschwemmungen an der Küste verursacht und der Dritte hat uns mit knapp 40cm Schnee eingedeckt.

Wie das halt mit einem Haus so ist, gehen Dinge auch mal kaputt. Da ist unser Haus leider keine Ausnahme. Da die Vorbesitzerin hier alleine gewohnt hat, aber nun das Haus teilweise von vier Erwachsenen bewohnt wurde, haben wir Probleme mit dem Abwassersystem bekommen. An einem Sonntag Mitte März hatten wir eine massive Verstopfung der Hauptabwasserleitung. Es war so übel, dass wenn man die Toilette oben benutzt hat, es aus der Toilette im Keller wieder hochkam. Dank heroischem Einsatz von Judith und den Schwiegereltern wurde aber nichts permanent beschädigt. Ich konnte aber leider, selbst mit der Hilfe unseres Nachbarns, die Verstopfung nicht beheben, so dass ich einen Spezialisten anrufen musste, der die Hauptabwasserleitung wieder frei gemacht hat. Er konnte nicht sagen, was nun das Problem war, aber es könnte sein, das früher irgendetwas auf dem Weg steckengeblieben ist und nun, da wir die Leitung mehr beanspruchen, sich eine Verstopfung gebildet hat. Er gehe davon aus, das was auch immer es war, in den Kanal geschoben wurde. Er hat uns aber versichert, das es sehr wahrscheinlich keine Wurzeln waren, die die Verstopfung verursacht hat.
In der Woche danach habe ich dann bemerkt, das sich der PVC Belag rund um die Toilette oben abgehoben hat und sich das irgendwie ausbreitet. Also habe ich am folgenden Wochenende die Toilette abgebaut und den Belag entfernt. Meine Befürchtungen haben sich leider bestätigt, die Toilette war undicht und hat einen kleinen Wasserschaden verursacht. So wie es aussah, war die Toilette schon längere Zeit undicht, aber wirklich gesehen hat man es erst als vier Erwachsenen sie benutzt haben. Der Grund war, das die gusseiserne Flansch teilweise weggerostet war und irgendwann gebrochen ist. Dadurch kam bei jeder Spülung ein wenig Wasser auf die Pressspanplatte unterhalb des PVCs, was ihn mit der Zeit weggerottet hat. Also habe ich den Wasserschaden grosszügig ausgeschnitten, den Flansch wegegschnitten und durch eine Kunststofflansch ersetzt und einen neuen Unterboden eingebaut. Das Ganze hat das gesamte Wochenende gedauert. Zum Glück haben wir ja noch eine Toilette unten.

Als Letztes war ja am vergangenen Wochenende Ostern, also hat Hanna zum ersten Mal in unserem Garten Eier gesucht. Das Wetter war super, der Schnee ist mittlerweile weggetaut und die ersten Pflanzen wachsen bereits aus dem Boden.

Renovierungen

Wie wir ja schon in unserem Hauskauf Beitrag angekündigt, wollten wir vor unserem Einzug die Tapeten in den Schlafzimmern runternehmen und alle Wände im Wohnbereich und in den Schlafzimmern streichen. Das haben wir auch beinahe geschafft. Wir haben mit unserem Schlafzimmer und dem Kinderzimmer angefangen, haben aber sehr schnell gemerkt, dass die Tapeten sehr widerspenstig sind und einen grossen Teil unserer Zeit verbrauchen werden. Deswegen haben wir die Renovierung des Gästezimmers verschoben. Das sieht jetzt also noch immer so aus, wie vorher, mit der „hübschen Tapete. Der Plan war die Wohnung gestrichen zu bekommen, bevor der Boden neu versiegelt wurde. Das ist uns gelungen.
Freunde von uns haben uns eine Firma empfohlen, die unsere Böden abgeschliffen hat. Sie sind wunderschön geworden. Leider konnten die uns aber auch nicht bei einem Problem in der Küche helfen. Die Fliesen in der Küche wurden später als die Küchenschränke verlegt, deswegen haben die Fliesen keine Einheitliche Kante, sondern underscheiden sich teilweise um 2 cm. Wir warten jetzt wo die Insel in der Küche hinkommt, und werden dann den Abschluss zum Holzboden hinbiegen. Das wird allerdings nicht vor dem 18. Februar passieren, denn erst dann hatte der Küchenmensch Zeit für uns. Die Küche hat allerdings bereit neue Geräte bekommen und die Küchenschränke, die in den Raum ragten, verloren.

Ansonsten ist es einfach superkalt, so dass man nicht wirklich draussen was unternehmen konnte. Einen Blizzard gab es auch noch und wir haben mit Hanna drinnen Schneemalen (einfach Schnee mit Farbe anmalen) gemacht, was sie super fand. Nun ist das Wetter besser und der ganze Schnee ist auch weggetaut, hoffen das bleibt so bis zum Umzug am Freitag!

Zehnter Monat

Hanna hat diesen Monat angefangen an einem Lauflernwagen zu gehen. Wir haben zwei Wagen von Freunden geliehen bekommen, einer davon hat etwas schwergängige Räder, was perfekt ist fürs Lernen. Sie war am Anfang natürlich noch etwas tolpatschig, hat aber sehr schnell gelernt wie man mit dem Wagen durch die Wohnung düsen kann.

Hanna zieht sie sich mittlerweile an allem hoch. Deswegen haben wir die Kommode in ihrem Zimmer und die Regale im ganzen Haus an die Wand geschraubt. Leider gibt es immer wieder schwere Unfälle mit Möbeln und das wollten wir verhindern. Das Problem bei den Wänden in den USA ist, dass sie alle aus Gipskarton bestehen. Die sicherste Methode ist also die Möbel in den Wandpfosten zu schrauben. War gar nicht so einfach das Ding zu treffen.

Wir sind uns nicht sicher, ob sie es sich bei einem von uns abgeguckt hat, oder ob sie das selbst gelernt hat, aber seit Neustem hat unsere Kleine einen kritischen Blick. Wenn sie ihn gegen einem selbst einsetzt, könnte man glauben, man habe Hanna ganz böse genervt. Es ist zum Schiessen!

Ausserdem gab es auch nochmal Besuch von der Oma, mit ihr wurde fleissig Laufen geübt. Auch sonst hat alles super funktioniert, Milch trinken aus der Flasche ist kein Problem mehr, Hanna füttert sich nun selber! Auch die Oma hat es nochmal mit Brei versucht, aber Hanna isst weiterhin nur Fingerfood und lässt sich nicht Brei füttern. Wir erweitern aber ihre Essgewohnheiten stetig mit neuen Dingen. Bisher gab es noch nichts, was sie nicht zumindest probiert und drauf rumkaut, es geht eben nur nicht viel in den Magen. Was sie bislang noch nicht so recht rausgefunden hat, war wie man am besten Wasser aus der Schnabeltasse trinkt. Deswegen haben wir ihr einen Kinderbecher mit einem Strohhalm gekauft. Mit dem kam sie weitaus besser zurecht, so dass sie nun auch Wasser weitaus besser trinkt.

Happy Halloween

Heute ist Halloween und das wird ja hier grösser gefeiert als in Deutschland. Wenn es dunkelt wird, gehen Kinder in Verkleidung von Haus zu Haus zum „Trick or Treat“, wobei sie dann Süssigkeiten geschenkt bekommen. Hanna ist dafür noch zu klein und geht zu dieser Zeit ja auch schon ins Bett, aber trozdem haben wir zumindest ein paar Halloween Fotos von unserem „kleinen Kürbis“ gemacht. Unsere Kindertagesstätte hat als Tradition keine Verkleidung, sondern erlaubt/fordert dazu auf, dass alle Kinder im Schlafanzug kommen. Sogar die ganz Kleinen haben auch einen „treat“ (kleiner Leckerei) mit nach Hause bekommen: Banane, Mandarine (beides in Halloween-Deko) und einen Beissring. Happy Halloween !

Deutschlandbesuch / dritter Monat

Im April waren wir zum ersten Mal mit unserer Kleinen in Deutschland, um sie der Verwandtschaft vorzustellen. Um nicht zu viel Stress während des Fluges zu haben, sind wir dieses Mal mit der Lufthansa von Boston direkt und ohne Umsteigen nach Frankfurt geflogen. Dort wurden wir dann von Judiths Eltern abgeholt. Der Flug lief hervorragend und Hanna hat fast den ganzen Flug geschlafen und die Flugbegleiter waren sehr zuvorkommend. Wir waren sehr zufrieden.
Wir haben eine Nacht in Moers und sind dann mit der Bahn nach Berlin gefahren, um Judiths Visum zu verlängern und damit Hanna ihre Cousine Karolina, Tante Renate und Onkel Yves kennenlernen kann. Ihr Cousine war begeistert.
Zurück am Niederrhein hat sie dann ihre Tanten Lara und Jana, ihren Onkel Marcel, diverse Grosstanten und Grossonkel und sogar ihre Urgrosseltern kennengelernt. Alle waren Hellauf begeistert von unserer Kleinen, ebenso unsere Freunde, die wir auf unserer kurzen Reise nach Deutschland treffen konnten.
Der Rückflug war ebenso problemlos wie der Hinflug. Hanna hat nur wenig gequengelt, was den Flug wieder sehr angenehm gemacht hat.
Hier einige Impressionen:

Zweiter Monat und erster Besuch

Hanna ist nun über zwei Monate alt und macht grossartige Fortschritte. Ihre Nackenstärke ist phänomenal, sie kann ihren Kopf mittlerweile über eine Minute oben halten, wärend sie auf dem Bauch liegt. Die Kinderärztin hat sowas bei manchen Viermonatigen noch nicht gesehen. Ausserdem hat sie angefangen, mit uns zu interagieren und lächelt uns nun an. Hanna zeigt nun auch sehr grosses Interesse an den Mustern in ihrer Spieldecke. Es könnte also sein, das ihr Gehirn die Farbwahrnehmung angestellt hat.

Wir haben auch bereits unseren ersten Besuch gehabt, die Oma war hier für zwei Wochen. Sie hat Judith tagsüber viel geholfen, so dass die ganzen Dinge, die seit der Geburt liegengeblieben waren, endlich erledigt werden konnten. Selbstverständlich hatte die Oma auch viel Spass mit Hanna. Hier einige Impressionen:

Wir kommen nach Deutschland !

Wir haben Flüge gebucht, damit Hanna auch nun alle persönlich in Deutschland kennenlernen können. Wir kommen am 12. April an und fliegen am 28. April wieder nach Boston. Vom 13. bis 16. sind wir in Berlin, wegen meines Visas und um dort einen Besuch abzustatten. Ansonsten gibts es noch keine Planung. Wie und wo man sich trifft, wird ja nun wohl etwas anders als bisher. Ob Treffen abends irgendwo drin ist, müssen wir sehen, denn im Moment ist Hanna sehr quen­ge­lig und anstrengend abends (Schreien, Füttern, Rumtragen und von vorne, was auch immer grade gewünscht ist). Wir wissen natürlich nicht, ob das in einem Monat noch so ist oder besser. Es besteht auf jeden Fall die Möglichkeit uns bei Karsten’s Mutter oder meinen Eltern einfach zu besuchen, da ist sie dann wahrscheinlich etwas entspannter.

Erster Monat

Die Zeit vergeht wie im Flug und so langsam haben wir auch eine Routine mit Hanna gefunden. Der Ein-Monat-Checkup beim Arzt hat ergeben, dass Hanna sehr gut wächst und auch sonst keine Probleme hat. Ausserdem war auch die Ärztin (wie der Kinderarzt im Krankenhaus) beeindruckt, wie sehr sie schon den Kopf hochhalten kann! Beim nächsten Termin (2 Monate) gibt es dann die erste Ladung an Impfungen, mal sehen wie das Hanna gefällt. Baden scheint ihr auch ganz gut zu gefallen, jetzt schon in der Babybadewanne, da die Nabelschnur abgefallen ist. Wir haben auch angefangen Milch abzupumpen, um Hanna an die Flasche zu gewöhnen und um einen Vorat zu haben wenn ich dann wieder arbeiten gehe. Die erste Flasche wurde etwas sehr schnell getrunken, aber inzwischen haben wir (in diesem Falle der Papa) das Füttern auch gut raus und es gibt keine Probleme. Was aber am meisten interessiert sind ja wohl neue Bilder, daher hier eine Auswahl:

Erster Spaziergang

Bevor es diese Woche hier richtig kalt wird, haben wir am Sonntag die Chance genutzt, den ersten Spaziergang zu unternehmen… oder vielmehr einmal um den Block zu laufen 😉 . Also wurde zum ersten Mal sowohl der Kinderwagen (das Bassinet wird ja schon täglich zum Schlafen benutzt), als auch der Winteranzug ausgetestet. Der Anzug ist viel zu gross, aber da sie aber ja im Bassinet liegt, geht es trotzdem. Er ist mehr ne Decke mit Armen als wirklich ein passender Anzug 😉 . Hier einige Impressionen:

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Der Schneeanzug ist noch viel zu gross

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Hanna im Kinderwagen

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Der stolze Vater

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Hanna ist skeptisch

Ansonsten gewöhnen wir uns weiter ein, jetzt mit Karsten wieder zurück zur Arbeit. Langsam haben wir, glaube ich, ein System gefunden, was zu funktionieren scheint, speziell fürs Füttern/Wickeln nachts. Wir wollen aber den Tag nicht vor dem Abend loben. Also Daumen drücken, dass es ohne grössere Probleme weitergeht und wir uns an den neuen Schlafrhytmus gewöhnen. Vom Arzt gab es beim Checkup nach 10 Tagen auch noch gute Nachrichten gestern: Hanna hat fast wieder ihr Geburtsgewicht erreicht. Wir wissen also, dass die unendlichen Windeln, oder die mit Liebe eingesauten Wickelauflagen, es wert sind!

Schnee, Schnee und noch mehr Schnee !

Nach dem ersten Sturm vor etwas weniger als 3 Wochen, versinken wir hier nun im Schnee. Wir hatten zwei weitere grosse Stürme (oder sogar Blizzard), dazwischen noch 2 kleinere und extreme Kälte. Die letzten beiden Montage (und letzte Woche Dienstag) waren wir nicht arbeiten, da alles zu war und keine öffentliche Verkehrsmittel fuhren. Wir wissen nicht mehr, wohin mit dem Schnee und das Benutzen von Bus und Bahn wird auch immer schwieriger. Die ganze letzte Woche fuhr die U-Bahn in unsere Richtung nicht mehr, wegen zuviel Schnee und eingefroreren Gleisen. Es gab Shuttle Busse (wenn überhaupt dann aber nur mit stundenlangem Warten), wir sind schon umgestiegen auf den Nahverkehrszug, damit wir irgendwann ankommen. Auch die anderen U-Bahnen fahren nur begrenzt und alle Strassen sind verstopft mit zuviel Schnee und Autos. Für unser Ski Wochenende war es super, aber sonst ist echt langsam genug Schnee hier. Inzwischen sind wir auf Platz drei in Schneefall jemals gemessen für Boston! Es ist bislang noch kein Ende in Sicht, eventuell wieder Schnee Dienstag und Rekord Kälte! Hier die Impressionen nach Sturm Neptun heute Mittag: