Nach meinem ersten, persönlichen Interview

Nach meinem ersten, persönlichen Interview

Heute kam der nächste Schritt zu einem Job in den USA. Ich hatte heute mein erstes, persönliches Jobinterview. Am Montag wurde ich von einer Recruiterin angerufen, die mir sagte, dass ich eingeladen wäre zu einem Jobinterview, ob es mir lieber am Mittwoch oder am Donnerstag wäre. Ich habe mich dann für Donnerstag entschieden, weil dies mehr Zeit zur Vorbereitung war (aber auch weil ich „Wednesday“ nicht verstanden habe, da die Frau so schnell und undeutlich gesprochen hat).

Gestern kam dann die Bestätigungsmail, dass ich heute um 13.30h ein Jobinterview mit verschiedenen Mitarbeitern von Genzyme hatte. Deswegen bin ich heute in unser Auto geprungen und die 20 min bis zu Genzyme nach Waltham gefahren. Dort haben sie mich wackere 2 1/2 Stunden ausgepresst. Ich habe mit fünf verschiedenen Leuten nacheinander gesprochen. Ihr könnt euch vorstellen, wie fertig ich danach war.

Genzyme entwickelt Arzneimittel, die für die Behandlung seltener Krankheiten eingesetzt werden. Mein Job wäre es, Antikörper zu modifizieren, die dann zur Krebstherapie eingesetzt würden. Ich würde also irgendwo zwischen Chemie, Biochemie und  Biologie rumkrebsen (5$ in die schlechte Wortspielkasse). Es wäre wieder nur ein temporärer Job mit der Option auf eine Verlängerung und evtl auf eine feste Position. Was diese Arbeit von der meines Telefoninterviews unterscheidet, ist dass dies ein Job in der Forschung ist. Ich werde keine CTA Stelle haben, sondern wirklich aktiv in ein Forschungsgebiet eingearbeitet, so dass ich produktiv daran mitwirken kann. Das ist eher etwa, woran ich interessiert bin. Ausserdem scheint es bei Genzyme gerade zu brennen, und sie schnell jemanden suchen, so dass ich sehr schnell von ihnen hören werde, womöglich schon morgen.

Dieser Job wäre klasse, und auch wenn ich mir noch nicht zuviel Hoffnung machen will, würde ich zusagen, falls ich ein Angebot von Genzyme bekommen würde. Die Gründe dafür sind einfach. Zum einen ist es ein Forschungjob, der mich sicherlich weiterbringt. Er erweitert mein Wissen und ist ein gutes Sprungbrett in die Biotechnologie. Er ist auch ein Fuss in der Tür von Genzyme, um evtl in einen anderen Bereich der Forschung zu wechseln, falls sich die Möglichkeit ergibt. Da Genzyme sogar drei Niederlassungen in Deutschland hat, wäre sogar ein Job bei Genzyme drin, für den Fall, dass wir in ein paar Jahren nach Deutschland zurückgehen. Zum anderen wäre dann auch dieser lästige Stress mit der Jobsuche vorbei und da ich bislang keinen vergleichbar interessanten Job in Aussicht habe, bin ich wirklich geneigt, ein Angebot anzunehmen, falls es kommt.

Zum Schluss noch eine kleine Nachricht an diejenigen, die sich um mich ein wenig Sorgen machen. Wie ich von jedem meiner Gesprächspartner gehört habe, soll mein Englisch wirklich gut sein, teilweise weitaus besser als so manch anderer Ausländer bei Genzyme. Das gibt mir doch Zuversicht auf zukünftige Gespräche, falls sie überhaupt nötig werden.

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