Die nächsten zwei Monate

In vergangenen zwei Monaten hat sich Hanna prächtig weiterentwickelt. Sie ist sehr schnell vom Laufen an einer Hand über freihändig Stehen zu ihren ersten eigenen Schritten übergegangen. Mittlerweile läuft sie alleine. Am Ende des 13. Monats haben wir ihr ihr erstes Paar Schuhe gekauft. Das war eine kleine Umstellung für sie, da die Schuhe natürlich eine andere Flexibilität haben als ihre Füsse. Das sind so kleine Dinge, denen man sich als Erwachsener gar nicht mehr bewusst ist.

Essen ist mittlerweile kein Problem mehr, sie isst deutlich mehr als noch an ihrem ersten Geburtstag. Hanna ist nicht wählerisch im Bezug auf was sie isst. Sie ist kein Freund von Süsskartoffeln, aber sonst isst sie alles, jegliches Gemüse, Fleisch oder Obst, das wir versucht haben. Sie mag nicht alles an allen Tagen, manchmal isst sie ausschliesslich Obst und Gemüse und verschmäht das Fleisch, aber dann Tags darauf isst sie hauptsächlich Fleisch. Es gleicht sich also über die Woche hinweg aus.

Sie hat sich von der Kindertagesstätte abgeguckt wie man Luftküsse gibt, was natürlich ein Hit nicht nur beim Skypen mit der Verwandtschaft in Deutschland ist, sondern auch bei uns ist. Allerdings bevorzugen wir doch die echten Küsse, die sie ebenfalls angefangen hat uns zu geben.
Sie zeigt die ersten Anzeichen von Selbstständigkeit. Sie will sich selbst Klamotten an- und ausziehen, was natürlich noch nicht mit der Koordination klappt, vorallem mit Socken. Aber immerhin kann sie sich einen Einteiler schon alleine über den Kopf ausziehen.

Hanna hat grossen Spass daran Sachen aus Kisten oder Dosen aus- und wieder einzuräumen oder sich in die Kisten zu setzen, selbst wenn sie eindeutig zu klein sind 🙂 .

Ein Jahr

Da ist er nun, der zwölfte Monat, der letzte Monat, der mit Hannas erstem Geburtstag abgeschlossen wird. Was für ein erstes Jahr war es doch. Vor einem Jahr war unsere Kleine 50cm und 2950g, bei ihrer Jahresuntersuchung war sie 71cm und 8kg, sie ist also fast 50% gewachsen und hat ihr Gewicht fast verdreifacht. Auch wenn sie noch immer auf der kleineren Seite für ihr Alter ist, wächst und gedeiht sie.

Wie wir letzten Monat schon vermutet haben, hat Hanna angefangen an der Hand zu gehen. Zuerst war ihr Gelichgewicht noch nicht so gut ausgeprägt, so dass sie noch beide Hände brauchte, aber kurz vor ihrem Geburtstag ging sie auch an einer Hand. Ein weiterer Schritt in Richtung Laufen (pun).
Mit Essen hatte Hanna es bislang noch nicht so wirklich. Sie liess sich nicht mit dem Löffel füttern, wie ja die Oma festgestellt hat, aber selbst wenn sie sich selbst Essen in den Mund gesteckt hat, hat sie nie wirklich viel geschluckt. Mit viel Glück ging vielleicht 10% vom Teller wirklich in den Magen. Der Rest landete entweder im Gesicht oder wurde auf den Boden geworfen. Ab Neujahr ging aber ganz überraschend plötzlich weitaus mehr in den Magen. Hanna hat angefangen, feste Nahrung in grösseren Mengen zu essen, was man vorallem daran sehen kann was unten wieder raus kam. Ich glaube ich muss nicht mehr sagen.

Ein neues Spiel, was sie sich ausgedacht hat, ist Dinge unter dem Sofa oder dem Tisch zu verstecken und dann die Eltern darauf aufmerksam zu machen, indem man auf sie zeigt. Das ist für sie der Hit. Ausserdem hat sie angefangen, beim skypen zum Abschied zu winken. Das ist dann bei den Verwandten in Deutschland ein grosser Hit.

Der Monat hat natürlich mit Hannas erster Geburtstagsfeier geendet. Zu diesem Anlass sind sogar die Grosseltern (Judiths Eltern) eingeflogen. Wir hatten einer kleine Feier, unter anderem mit Emily und Sofie (samt Eltern natürlich), und eine grosse Torte.

Elfter Monat

Im elften Monat hat Hanna dort weitergemacht, wo sie im zehnten aufgehört hat. Sie läuft stabil an beiden ihren Laufwagen und pflitzt durch die ganze Wohnung mit einem Affenzahn. Nicht nur übt sie Laufen mit diesen Wagen, sie wandert auch immer sicherer um unser Sofa, den Couchtisch oder das Bett herum. Was sie sich noch nicht ganz zutraut, ist an der Hand zu laufen. Gibt man ihr die Hand oder hält sie unter den Armen fest, will sie nicht laufen, sondern setzt sich lieber hin. Aber das kommt bestimmt bald. Besonderen Spass bereitet ihr an unserem Papiermülleiner zu stehen. Der ist aus Metall und da kann man schön draufhauen und Krach machen. Ebensoviel Spass hat sie an den verschlossenen Küchenschränken zu rütteln. Die Türen bewegen sich ein wenig nach aussen, weil die Kindersicherung ein wenig Spiel hat und das findet sie Spitze!

Der Zahn oben, der im neunten Monat gekommen ist, hat nun Gesellschaft, denn beide mittleren Zähne sind mittlerweile vollständig raus. Die beiden haben Hanna mehr Probleme bereitet als die beiden unten, so dass wir froh sind, dass sie endlich vollständig da sind. Mal sehen, wann sich die nächsten durchdrücken.

Gegen Ende des Monats hat sie dann angefangen auf Dinge zu zeigen. Es sieht danach aus, als ob sie nun anfängt mit Handzeichen zu kommunizieren. Das wird es hoffentlich einfacher machen zu wissen, was sie will.

Da es ja Dezember war, hatten wir natürlich Weihnachten. Dieses Jahr haben wir Heiligabend zu dritt verbracht und waren am ersten Weihnachtstag bei Freunden eingeladen. Dort konnte Hanna dann mit drei weiteren Kindern spielen und wir konnten mal wieder mit Erwachsenen sozialisieren.

Zehnter Monat

Hanna hat diesen Monat angefangen an einem Lauflernwagen zu gehen. Wir haben zwei Wagen von Freunden geliehen bekommen, einer davon hat etwas schwergängige Räder, was perfekt ist fürs Lernen. Sie war am Anfang natürlich noch etwas tolpatschig, hat aber sehr schnell gelernt wie man mit dem Wagen durch die Wohnung düsen kann.

Hanna zieht sie sich mittlerweile an allem hoch. Deswegen haben wir die Kommode in ihrem Zimmer und die Regale im ganzen Haus an die Wand geschraubt. Leider gibt es immer wieder schwere Unfälle mit Möbeln und das wollten wir verhindern. Das Problem bei den Wänden in den USA ist, dass sie alle aus Gipskarton bestehen. Die sicherste Methode ist also die Möbel in den Wandpfosten zu schrauben. War gar nicht so einfach das Ding zu treffen.

Wir sind uns nicht sicher, ob sie es sich bei einem von uns abgeguckt hat, oder ob sie das selbst gelernt hat, aber seit Neustem hat unsere Kleine einen kritischen Blick. Wenn sie ihn gegen einem selbst einsetzt, könnte man glauben, man habe Hanna ganz böse genervt. Es ist zum Schiessen!

Ausserdem gab es auch nochmal Besuch von der Oma, mit ihr wurde fleissig Laufen geübt. Auch sonst hat alles super funktioniert, Milch trinken aus der Flasche ist kein Problem mehr, Hanna füttert sich nun selber! Auch die Oma hat es nochmal mit Brei versucht, aber Hanna isst weiterhin nur Fingerfood und lässt sich nicht Brei füttern. Wir erweitern aber ihre Essgewohnheiten stetig mit neuen Dingen. Bisher gab es noch nichts, was sie nicht zumindest probiert und drauf rumkaut, es geht eben nur nicht viel in den Magen. Was sie bislang noch nicht so recht rausgefunden hat, war wie man am besten Wasser aus der Schnabeltasse trinkt. Deswegen haben wir ihr einen Kinderbecher mit einem Strohhalm gekauft. Mit dem kam sie weitaus besser zurecht, so dass sie nun auch Wasser weitaus besser trinkt.

Neunter Monat

Hanna hat im neunten Monat wieder grosse Fortschritte gemacht. Wir sind nicht mehr die Einzigen an denen sie sich hochzieht, sondern mittlerweile schafft sie es auch im Bett, am Sofa oder im Laufstall. Wenn sie dann steht, steht sie sehr stabil, so dass man wenig Sorge haben muss, dass die umkippt. An Gegenständen kann sie sich auch langsam entlang bewegen, was ein hervorragendes Training fürs Laufen ist. Gekrabbelt wird inziwschen sehr schnell, Hanna ist immer in Bewegung!

Hanna will noch immer keinen Brei gefüttert werden, also geben wir ihr Essen, dass sie sich selber füttern kann. Das funktioniert sehr gut. Sie isst Obst, wie zum Beispiel Banane, Apfel oder Avocado; Gemüse, wie Erbsen, Brokkoli, Zucchini; aber auch Reis, Nudeln oder Hackfleisch. Wir versuchen auch immer mal wieder Brei, aber das hat nur bedingt Erfolg. Etwas besser funktioniert Joghurt, vielleicht mag sie das ja, aber eine grosse Sauerei gibt es trotzdem. Ausserdem kann sie mit unserer Hilfe aus einem normalen Becher Wasser trinken.

Hanna hat auch einen Fortschritt in ihrer Sprachentwicklung gemacht. Im neunten Monat fing sie an deutlich mehr zu brabbeln und macht die ersten Schritte zum Sprechen. In der Kindertagesstätte ist sie meist aber eher still und beobachtet die anderen Kinder und will rausfinden wie genau Sachen funktionieren.

Hanna hat in diesem Monat ihren dritten Zahn bekommen, den oben Mitte links, wir warten noch auf den rechten.

Wir haben diesen Monat zum ersten Mal ausprobiert ob sie auf dem Spielplatz schaukeln mag, und es war sofort ein Hit! Daher wird jetzt meist beim Spazierengehen ein Stop zum Schaukeln eingelegt, selbst wenn das Wetter nun kälter wird und wir sie in mehrere Lagen einpacken müssen.

Happy Halloween

Heute ist Halloween und das wird ja hier grösser gefeiert als in Deutschland. Wenn es dunkelt wird, gehen Kinder in Verkleidung von Haus zu Haus zum „Trick or Treat“, wobei sie dann Süssigkeiten geschenkt bekommen. Hanna ist dafür noch zu klein und geht zu dieser Zeit ja auch schon ins Bett, aber trozdem haben wir zumindest ein paar Halloween Fotos von unserem „kleinen Kürbis“ gemacht. Unsere Kindertagesstätte hat als Tradition keine Verkleidung, sondern erlaubt/fordert dazu auf, dass alle Kinder im Schlafanzug kommen. Sogar die ganz Kleinen haben auch einen „treat“ (kleiner Leckerei) mit nach Hause bekommen: Banane, Mandarine (beides in Halloween-Deko) und einen Beissring. Happy Halloween !

Achter Monat

Nachdem der Besuch von Judiths Bruder vorbei waren, haben wir das Gästezimmer in das Kinderzimmer für Hanna umgewandelt. Wir haben das Schlafsofa mit unserem alten Wohnzimmersofa ausgetauscht und ein neuen, farbenfrohen Bezug gekauft, ebenso wie neue Kommode, ein kleines Regal und einen bunten Teppich. Zur Dekoration haben wir die Wände mit Wolken und einer Sonne beklebt und die ersten Anziehsachen von Hanna aufgehängt. Wir finden, dass alles gut gelungen ist!
Im achten Monat hat Hanna wieder enorme Fortschritte gemacht. Gleich zu Anfang hat sie gelernt sich alleine hinzusetzen. Dabei liegt sie auf Bauch, zieht die Beine an, dreht sich auf die Seite und drückt sich hoch. Das hat sie recht schnell sogar nachts oder früh morgens gemacht, wenn sie aufgewacht ist.
Diese Koordination hat sie dann recht schnell genutzt um Krabbeln zu lernen, so dass sie am Ende des achten Monats bereits ihren Wirkungsbereich über die Spieldecke hinaus erweitert hatte. Zwischenzeitlich wurde zwar mehr „Baby Yoga“ betrieben, aber sobald sie krabbeln konnte, war sie sehr an Mama und Papa interessiert, weil wir anscheinend die perfekte Höhe haben um sich an uns hochzuziehen. Unsere Tochter verliert keine Zeit! Daher haben wir die Matraze im Kinderbett sofort nach dem Umzug ins eigene Zimmer auch nach unten verstellt, damit sie nicht aus dem Bett klettern kann.

Beim Essen wird weiterhin noch nicht viel genommen, oftmals wird einfach nur der Mund geschlossen gehalten oder versucht den Löffel selber zu benutzen und alles landet auf dem Stuhl. Daher haben wir nun probiert, ihr direkt weiches Obst in Stücken zu geben, damit sie es sich selber füttern kann, mal sehen wie das klappt.

Wir haben sie im September für einen 10-Wochen Schwimmkurs an der örtlichen YMCA angemeldet. Natürlich lernt sie noch nicht schwimmen, sondern gewöhnt sie sich erstmal an das Wasser. Das läuft erstaunlich gut. Sie hat keine Angst vor dem Wasser. Wir können sie sowohl auf den Rücken als auch auf den Bauch drehen und es macht ihr nichts aus. Sie weint nicht, sondern beobachtet alles sehr genau. Beim anschliessenden Duschen kann man ihr auch Wasser ins Gesicht laufen lassen, ohne das sie sich beschwert. Sieht danach aus, dass wir hier eine wahre Wasserratte haben.

Sechster und siebter Monat

Anfang Juli war ein grosser Umbruch für Hanna. Nach dem Nationalfeiertag, und kurz bevor Judiths Eltern nach hause geflogen sind, hatte sie am Dienstag den 5.Juli ihren ersten Tag im Kindergarten. Dieser Tag war für sie sehr aufregend, so aufregend, dass sie sich, vor lauter neuen Eindrücken, geweigert hat zu essen. Also hat Judith sie bereits am frühen Nachmittag wieder abgeholt. Der nächte Tag war nur leicht besser, aber zumindest konnte Judith sie gegen Mittag einmal füttern, so dass sie fast einen kompletten Tag im Kindergarten geblieben ist. Donnerstag ist es dann zum ersten Mal einer der Erzieherinnen gelungen, sie zu füttern, so dass Judith sie ganz normal abholen konnte. Dann ging es von Tag zu Tag immer besser und bald war das Füttern mit der Flasche kein Problem mehr. Der logische nächste Schritt war feste Nahrung. Wir haben mit Haferbrei angefangen und haben dann Süsskartoffeln, Avocado, Birne, Apfel und andere Gemüse und Früchte ausprobiert. Das Ergebnis ist eher durchwachsen, sie ist mehr daran interessiert mit dem Essen zu spielen, als es zu schlucken. Da werden wir noch dran arbeiten müssen.
Ende Juli kam Judiths Bruder mit Renate und unserer Nichte Karolina für drei Wochen. Um die Fortschritte, die wir in der Eingewöhnung an den Kindergarten hatten, nicht zu gefährden, haben wir sie nur einzelne Tage im August zuhause behalten. Sonst ist sie ganz normal während der Woche in den Kindergarten gegangen. So hatten Renate, Yves und Karolina in der Woche Zeit Boston zu entdecken und am Wochenende hatten wir dann alle gemeinsam Spass. Besonders Karolina und Hanna waren ganz in einander vernarrt.

Hanna hat im sechsten Monat gelernt stabil zu sitzen. Sie zeigte bereits erste Krabbelbewegungen und bewegte sich seitwärts. Ausserdem bekam sie ihre ersten beiden Zähne, beide unten in der Mitte.
Im siebten Monat sass sie dann schon so stabil, dass man sie auf die Decke setzen konnte und alleine spielen lassen konnte ohne Angst haben zu müssen, dass sie sich beim Umfallen weh tun könnte. Sie zeigte grosse Fortschritte in Richtung Krabbeln. Sie bewegte sich im Kreis auf der Stelle und rückwärts, alles in der richtigen Krabbelposition. Das einzige was fehlte war die Koordination. Ausserdem rollte sie sich über beide Schultern, um ihre Spieldecke zu erkunden.

Neue Arbeit und Green Card

Auch wenn sich unser Leben sehr um Hanna dreht, gibt es auch ein Leben neben unserem Kind. In diesem Leben gibt es nun gute Neuigkeiten. Ich arbeite seit dem ersten August bei einem Startup-Unternehmen namens Sigilon. Dies ist eine neue Firma, die aus meinem jetzigen Labor gegründet wurde und wird die Diabetes-Typ 1 Forschung, an der ich mitgearbeitet habe, kommerzialisieren. Ich bin dort in der Forschung und Entwicklung angestellt und bin zusammen mit dem Leiter zur Zeit die gesamte Chemieabteilung. Ingesamt sind wir zu viert in der Forschung.

Ich bin natürlich sehr glücklich dort arbeiten zu können, da ich in den letzten drei Jahren an diesem Projekt am MIT gearbeitet habe. Ich habe mich mit dieser Erfahrung immer als den besten Kandidaten für eine solche Position gesehen und glücklicherweise haben die Firmengründer das ebenso gesehen. Ich habe mich damit aus dem akademischen Arbeitsmarkt verabschiedet und bin wieder in der Industrie. Dieses Mal ist es ein Startup, was eine ganz andere Arbeitskultur hat, als Genzyme vor fünf Jahren. Boston und Cambridge haben eine hohe Anzahl an Startups, und mit Sigilon werde ich hoffentlich einen guten Einstieg in diese Kultur bekommen. Viele Arbeitsplätze werden in diesem Bereich durch Empfehlungen und Mund-zu-Mund-Propaganda vergeben, so dass sich meine Arbeitssuche für die Zeit nach Sigilon hoffentlich leichter gestalten wird.

Ausserdem haben wir mittlerweile die Green Card beantragt. Damit haben wir den entscheidenen Schritt getan, um für die nächsten Jahre in den USA arbeiten zu können. Wir haben den Prozess direkt bevor wir nach Deutschland geflogen sind begonnen und ihn mit der Übermittlung an die US-Behörden Anfang Juli abgeschlossen. Jetzt heisst es etwa sechs Monate bis ein Jahr warten und dann sollten wir unsere Green Card haben. In der Zwischenzeit haben wir temporäre Arbeitserlaubnisse, so dass wir beide unsere Arbeit hier fortführen können.

Vierter und fünfter Monat

Einen Tag nachdem wir aus Deutschland zurück gekommen sind, sind Judiths Eltern in Boston gelandet. Da beide mittlerweile Privatier sind, haben sie angeboten, für zwei Monate bei uns zu wohnen und auf Hanna aufzupassen, während Judith wieder zurück zur Arbeit geht. Das hat natürlich bedeutet, dass Hanna tagsüber ausschliesslich mit der Flasche gefüttert werden muss. Wir hatten bereits vor Deutschland damit angefangen, ihr ab und an eine Flasche zu geben, allerdings mit mässigem Erfolg. Zum Glück hatten wir unsere Maus soweit, dass sie aus der Flasche trank genau am letzten Tag von Judiths Elternzeit, so das der Wechsel relativ problemlos ging, obwohl sie ab und zu immer noch kein Fan von Flaschen ist. Wir glauben, dass sowohl Hanna als auch die Grosseltern die zwei Monate miteinander sehr genossen haben.

In diesem zwei Monaten hat Hanna gelernt sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen, zuerst ausschliesslich über die linke Schulter aber mittlerweile beidseitig. Sie fing an auf der Seite und manchmal auf dem Bauch zu schlafen. Da war auch kein gegen Ankommen, weil sie sich sofort gedreht hat, sobald man sie abgelegt hat. Sie hat eine Vorliebe für kleine Dinge, wie Schilder an Spielzeugen oder Ohren von Kuscheltieren, entwickelt und angefangen alles in den Mund zu stecken. Ausserdem hat sie angefangen zu sitzen, noch nicht alleine aber schon relativ stabil. Genau an unserem Hochzeitstag hat sie zum ersten Mal laut gelacht, was natürlich ein schönes Geschenk war.