Unser Sommer

Wir haben in diesem Sommer viele kleine Dinge mit Hanna unternommen, die wir euch gerne zeigen wollen, daher hier einfach ein paar Impressionen von userem Sommer.

Tag am Strand

Meine Firma hatte einen Strandtag organisiert, zu dem alle Angestellten und ihre Familien eingeladen waren. Also haben wir Hanna für diesen Tag aus der Kita genommen und sind alle zum Strandhaus unseres Finanzheinis an Cape Cod gefahren. Das Wetter war wunderbar, das Wasser war allerdings immer noch recht kalt. Hanna ist immer noch kein Freund von Sand, aber das Meer war doch schon interessant. Sie hatte aber trotzdem viel Spass auf der Terrasse zu spielen. Alle Mitarbeiter haben T-Shirts mit Namen bekommen und es gab auch sogar ein eigenes Sigilon T-Shirt für Hanna.

17. Monat Die ersten Worte (wahrscheinlich)

Hanna macht feinmotorisch weiter Fortschritte. Sie schafft es nun mit der Gabel weiches Essen wie Avocadostücke oder Bananescheiben aufzuspiessen und sich in den Mund zu stecken. Ebenso schafft sie es Jogurt, Apfelmus oder ähnliches sich in den Mund zu löffeln. Wir hatten ihr zum Geburtstag Aufziehautos geschenkt, mit denen sie nun gerne spielt. Sie schafft es auch die Dinger aufzuziehen, allerdings hat sie noch nicht ganz raus in welche Richtung sie die Autos loslassen muss. Es ist sehr witzig das mitanzusehen. Sie hat auch zwei Spielzeuge, die sie an einer Schur hinter sich herziehen kann (einen Hund und ein Krokodil). Mit denen geht sie immer in der Wohnung spazieren.

Wir glauben, dass Hanna in diesem Monat ihre ersten Worte gesagt hat. Es war kein bestimmter Tag, sondern hat sich über den Monat entwickelt. Sie hatte die Laute für Mama und Papa schon vor Monaten geformt, aber sie hat nie eindeutig gezeigt dass sie eine Verbindung zwischen den Lauten und einer Person gemacht hat. Das hat sich jetzt geändert. Wenn wir sie zum Beispiel fragen, ob sie noch mehr Banane möchte, sagt sie „Ja“ und nickt mit dem Kopf. wenn wir ihr daraufhin mehr Banane geben, isst sie sie. Sie weiss was Ja bedeutet. Sie Schüttelt auch den Kopf wenn sie nein meint, aber das Wort hat sie noch nicht gesagt. Ausserdem wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, sagt sie manchmal „Papa“ und zeigt auf mich. Ich denke sie weiss ganz genau wer Papa ist. Häufig sagt sie „Da“ und zeigt auf Dinge, auf die sie uns aufmerksam machen will und wird auch sehr energisch wenn wir nicht nicht sofort wissen was sie meint. Wenn wir es dann endlich richtig gemacht haben, kommt ein „Ja“ und ein Kopfnicker. Sie macht es uns auch sehr deutlich, was sie essen will oder nicht. Das machts sie meistens mit Kopfnicken oder Schütteln aber auch leider hin und wieder mit Essen auf den Boden werfen.

Der neuste Hit ist aus dem Fenster gucken. Wir glauben das kommt daher, das die Kita Fenster bis zum Boden hat, so dass sie in den Garten gucken kann. Wir tragen sie also konstant zwischen allen Fenstern in unserer Wohnung hin und her.
Mit dem warmen Wetter waren wir dieses Jahr zum ersten Mal am Strand. Das hat ihr gar nicht gefallen, sie mag keinen Sand. Wenn wir sie versuchen in den Sand zu stellen, zieht sie die Beine an und fängt an zu weinen. Wir haben es aber hinbekommen, sie im Sand spielen zu sehen, als wir Besuch von Emily und Sophie, die anderen Kleinen von Freunden, hatten. Da war die Ablenkung oder der Gruppenzwang wohl zu gross. Wir denken aber, dass es mit der Zeit besser werden wird.

15. und 16. Monat

In den letzten zwei Monaten haben sich Hannas feinmotorische Fähigkeiten weiter verbessert. Nicht nur ist sie von Tag zu Tag stabiler auf ihren Füssen, sie hat auch gelernt rückwärts und seitwärts zu laufen. Ich glaube mich erinnern zu können, dass das angeblich ein Problem bei den heutigen Kindern sein soll; definitiv nicht bei unserer Kleinen.
Ausserdem kann sie sich auch um sich selbst drehen, was erstmal überall und nirgendwo getestet werden musste 🙂 .

Marcel und Sonja haben Hanna eine Packung mit zehn Pappwürfel geschenkt. Sie schafft es nun diese Würfel übereinander zu stapeln, aber nicht nur einzelne. Sie schafft es einen Turm zu bauen, der so hoch ist, dass ihre Arme zu kurz sind einen weiteren Würfel oben drauf legen zu können. Ich muss sie dafür hochheben. Natürlich überlebt der Turm nicht lange, wie es bei Kindern so üblich ist. Sie hat viel Spass dabei, ihn zu zerstören. Hanna hat ebenso sehr viel Spass auf dem Spielplatz und kann inzwischen schon ganz alleine rutschen.

Wie die ganze Welt ja bereits weiss, haben wir einen Idioten als Präsidenten. Die Ansichten vieler Politiker sind (auch schon vor Trump) sehr anti-wissenschaftlich und nun gibt es auch noch den Plan Wissenschaftsförderung radikal zusammenzustreichen. Deswegen sind wir gemeinsam mit Hanna zum „March for Science“, eine Demonstration für Wissenschaft, gegangen. Das war Hannas erste Reise nach Boston und ihre erste Reise in der U-Bahn.

Die nächsten zwei Monate

In vergangenen zwei Monaten hat sich Hanna prächtig weiterentwickelt. Sie ist sehr schnell vom Laufen an einer Hand über freihändig Stehen zu ihren ersten eigenen Schritten übergegangen. Mittlerweile läuft sie alleine. Am Ende des 13. Monats haben wir ihr ihr erstes Paar Schuhe gekauft. Das war eine kleine Umstellung für sie, da die Schuhe natürlich eine andere Flexibilität haben als ihre Füsse. Das sind so kleine Dinge, denen man sich als Erwachsener gar nicht mehr bewusst ist.

Essen ist mittlerweile kein Problem mehr, sie isst deutlich mehr als noch an ihrem ersten Geburtstag. Hanna ist nicht wählerisch im Bezug auf was sie isst. Sie ist kein Freund von Süsskartoffeln, aber sonst isst sie alles, jegliches Gemüse, Fleisch oder Obst, das wir versucht haben. Sie mag nicht alles an allen Tagen, manchmal isst sie ausschliesslich Obst und Gemüse und verschmäht das Fleisch, aber dann Tags darauf isst sie hauptsächlich Fleisch. Es gleicht sich also über die Woche hinweg aus.

Sie hat sich von der Kindertagesstätte abgeguckt wie man Luftküsse gibt, was natürlich ein Hit nicht nur beim Skypen mit der Verwandtschaft in Deutschland ist, sondern auch bei uns ist. Allerdings bevorzugen wir doch die echten Küsse, die sie ebenfalls angefangen hat uns zu geben.
Sie zeigt die ersten Anzeichen von Selbstständigkeit. Sie will sich selbst Klamotten an- und ausziehen, was natürlich noch nicht mit der Koordination klappt, vorallem mit Socken. Aber immerhin kann sie sich einen Einteiler schon alleine über den Kopf ausziehen.

Hanna hat grossen Spass daran Sachen aus Kisten oder Dosen aus- und wieder einzuräumen oder sich in die Kisten zu setzen, selbst wenn sie eindeutig zu klein sind 🙂 .

Ein Jahr

Da ist er nun, der zwölfte Monat, der letzte Monat, der mit Hannas erstem Geburtstag abgeschlossen wird. Was für ein erstes Jahr war es doch. Vor einem Jahr war unsere Kleine 50cm und 2950g, bei ihrer Jahresuntersuchung war sie 71cm und 8kg, sie ist also fast 50% gewachsen und hat ihr Gewicht fast verdreifacht. Auch wenn sie noch immer auf der kleineren Seite für ihr Alter ist, wächst und gedeiht sie.

Wie wir letzten Monat schon vermutet haben, hat Hanna angefangen an der Hand zu gehen. Zuerst war ihr Gelichgewicht noch nicht so gut ausgeprägt, so dass sie noch beide Hände brauchte, aber kurz vor ihrem Geburtstag ging sie auch an einer Hand. Ein weiterer Schritt in Richtung Laufen (pun).
Mit Essen hatte Hanna es bislang noch nicht so wirklich. Sie liess sich nicht mit dem Löffel füttern, wie ja die Oma festgestellt hat, aber selbst wenn sie sich selbst Essen in den Mund gesteckt hat, hat sie nie wirklich viel geschluckt. Mit viel Glück ging vielleicht 10% vom Teller wirklich in den Magen. Der Rest landete entweder im Gesicht oder wurde auf den Boden geworfen. Ab Neujahr ging aber ganz überraschend plötzlich weitaus mehr in den Magen. Hanna hat angefangen, feste Nahrung in grösseren Mengen zu essen, was man vorallem daran sehen kann was unten wieder raus kam. Ich glaube ich muss nicht mehr sagen.

Ein neues Spiel, was sie sich ausgedacht hat, ist Dinge unter dem Sofa oder dem Tisch zu verstecken und dann die Eltern darauf aufmerksam zu machen, indem man auf sie zeigt. Das ist für sie der Hit. Ausserdem hat sie angefangen, beim skypen zum Abschied zu winken. Das ist dann bei den Verwandten in Deutschland ein grosser Hit.

Der Monat hat natürlich mit Hannas erster Geburtstagsfeier geendet. Zu diesem Anlass sind sogar die Grosseltern (Judiths Eltern) eingeflogen. Wir hatten einer kleine Feier, unter anderem mit Emily und Sofie (samt Eltern natürlich), und eine grosse Torte.

Elfter Monat

Im elften Monat hat Hanna dort weitergemacht, wo sie im zehnten aufgehört hat. Sie läuft stabil an beiden ihren Laufwagen und pflitzt durch die ganze Wohnung mit einem Affenzahn. Nicht nur übt sie Laufen mit diesen Wagen, sie wandert auch immer sicherer um unser Sofa, den Couchtisch oder das Bett herum. Was sie sich noch nicht ganz zutraut, ist an der Hand zu laufen. Gibt man ihr die Hand oder hält sie unter den Armen fest, will sie nicht laufen, sondern setzt sich lieber hin. Aber das kommt bestimmt bald. Besonderen Spass bereitet ihr an unserem Papiermülleiner zu stehen. Der ist aus Metall und da kann man schön draufhauen und Krach machen. Ebensoviel Spass hat sie an den verschlossenen Küchenschränken zu rütteln. Die Türen bewegen sich ein wenig nach aussen, weil die Kindersicherung ein wenig Spiel hat und das findet sie Spitze!

Der Zahn oben, der im neunten Monat gekommen ist, hat nun Gesellschaft, denn beide mittleren Zähne sind mittlerweile vollständig raus. Die beiden haben Hanna mehr Probleme bereitet als die beiden unten, so dass wir froh sind, dass sie endlich vollständig da sind. Mal sehen, wann sich die nächsten durchdrücken.

Gegen Ende des Monats hat sie dann angefangen auf Dinge zu zeigen. Es sieht danach aus, als ob sie nun anfängt mit Handzeichen zu kommunizieren. Das wird es hoffentlich einfacher machen zu wissen, was sie will.

Da es ja Dezember war, hatten wir natürlich Weihnachten. Dieses Jahr haben wir Heiligabend zu dritt verbracht und waren am ersten Weihnachtstag bei Freunden eingeladen. Dort konnte Hanna dann mit drei weiteren Kindern spielen und wir konnten mal wieder mit Erwachsenen sozialisieren.

Zehnter Monat

Hanna hat diesen Monat angefangen an einem Lauflernwagen zu gehen. Wir haben zwei Wagen von Freunden geliehen bekommen, einer davon hat etwas schwergängige Räder, was perfekt ist fürs Lernen. Sie war am Anfang natürlich noch etwas tolpatschig, hat aber sehr schnell gelernt wie man mit dem Wagen durch die Wohnung düsen kann.

Hanna zieht sie sich mittlerweile an allem hoch. Deswegen haben wir die Kommode in ihrem Zimmer und die Regale im ganzen Haus an die Wand geschraubt. Leider gibt es immer wieder schwere Unfälle mit Möbeln und das wollten wir verhindern. Das Problem bei den Wänden in den USA ist, dass sie alle aus Gipskarton bestehen. Die sicherste Methode ist also die Möbel in den Wandpfosten zu schrauben. War gar nicht so einfach das Ding zu treffen.

Wir sind uns nicht sicher, ob sie es sich bei einem von uns abgeguckt hat, oder ob sie das selbst gelernt hat, aber seit Neustem hat unsere Kleine einen kritischen Blick. Wenn sie ihn gegen einem selbst einsetzt, könnte man glauben, man habe Hanna ganz böse genervt. Es ist zum Schiessen!

Ausserdem gab es auch nochmal Besuch von der Oma, mit ihr wurde fleissig Laufen geübt. Auch sonst hat alles super funktioniert, Milch trinken aus der Flasche ist kein Problem mehr, Hanna füttert sich nun selber! Auch die Oma hat es nochmal mit Brei versucht, aber Hanna isst weiterhin nur Fingerfood und lässt sich nicht Brei füttern. Wir erweitern aber ihre Essgewohnheiten stetig mit neuen Dingen. Bisher gab es noch nichts, was sie nicht zumindest probiert und drauf rumkaut, es geht eben nur nicht viel in den Magen. Was sie bislang noch nicht so recht rausgefunden hat, war wie man am besten Wasser aus der Schnabeltasse trinkt. Deswegen haben wir ihr einen Kinderbecher mit einem Strohhalm gekauft. Mit dem kam sie weitaus besser zurecht, so dass sie nun auch Wasser weitaus besser trinkt.

Neunter Monat

Hanna hat im neunten Monat wieder grosse Fortschritte gemacht. Wir sind nicht mehr die Einzigen an denen sie sich hochzieht, sondern mittlerweile schafft sie es auch im Bett, am Sofa oder im Laufstall. Wenn sie dann steht, steht sie sehr stabil, so dass man wenig Sorge haben muss, dass die umkippt. An Gegenständen kann sie sich auch langsam entlang bewegen, was ein hervorragendes Training fürs Laufen ist. Gekrabbelt wird inziwschen sehr schnell, Hanna ist immer in Bewegung!

Hanna will noch immer keinen Brei gefüttert werden, also geben wir ihr Essen, dass sie sich selber füttern kann. Das funktioniert sehr gut. Sie isst Obst, wie zum Beispiel Banane, Apfel oder Avocado; Gemüse, wie Erbsen, Brokkoli, Zucchini; aber auch Reis, Nudeln oder Hackfleisch. Wir versuchen auch immer mal wieder Brei, aber das hat nur bedingt Erfolg. Etwas besser funktioniert Joghurt, vielleicht mag sie das ja, aber eine grosse Sauerei gibt es trotzdem. Ausserdem kann sie mit unserer Hilfe aus einem normalen Becher Wasser trinken.

Hanna hat auch einen Fortschritt in ihrer Sprachentwicklung gemacht. Im neunten Monat fing sie an deutlich mehr zu brabbeln und macht die ersten Schritte zum Sprechen. In der Kindertagesstätte ist sie meist aber eher still und beobachtet die anderen Kinder und will rausfinden wie genau Sachen funktionieren.

Hanna hat in diesem Monat ihren dritten Zahn bekommen, den oben Mitte links, wir warten noch auf den rechten.

Wir haben diesen Monat zum ersten Mal ausprobiert ob sie auf dem Spielplatz schaukeln mag, und es war sofort ein Hit! Daher wird jetzt meist beim Spazierengehen ein Stop zum Schaukeln eingelegt, selbst wenn das Wetter nun kälter wird und wir sie in mehrere Lagen einpacken müssen.

Happy Halloween

Heute ist Halloween und das wird ja hier grösser gefeiert als in Deutschland. Wenn es dunkelt wird, gehen Kinder in Verkleidung von Haus zu Haus zum „Trick or Treat“, wobei sie dann Süssigkeiten geschenkt bekommen. Hanna ist dafür noch zu klein und geht zu dieser Zeit ja auch schon ins Bett, aber trozdem haben wir zumindest ein paar Halloween Fotos von unserem „kleinen Kürbis“ gemacht. Unsere Kindertagesstätte hat als Tradition keine Verkleidung, sondern erlaubt/fordert dazu auf, dass alle Kinder im Schlafanzug kommen. Sogar die ganz Kleinen haben auch einen „treat“ (kleiner Leckerei) mit nach Hause bekommen: Banane, Mandarine (beides in Halloween-Deko) und einen Beissring. Happy Halloween !