„After Sandy“ Update

Kurzes „After Sandy“ Update: man hat den Wind natuerlich gemerkt bei uns aber keine Schaeden direkt bei uns von denen wir wissen (Haus steht, kein Wasser irgendwo, nichts aufs Auto gefallen). Man sah unsere Muelltonnen mal durch die Gegend wirbeln und es liegen einige Aeste auf der Strasse, aber nichts grossartiges. Uns ging oefters mal kurzeitig der Strom aus und dann ab 20:20 Uhr war es erstmal wirklich „dunkel“, der Strom kam erst nach 22 Uhr zurueck … heute lauft alles wieder normal und wir muessen zur Arbeit,
Gruss
Judith & Karsten

„Frankenstorm“

„Frankenstorm“

Die Nachricht, dass im Moment ein Hurricane die Ostkueste der USA hochzieht, hat es anscheinend auch bis nach Deutschalnd geschafft. Daher mal ein kurzes Update, da es sich doch wohl um eine „Einmaligkeit“ handelt, die so noch nicht vorkokommen ist (meterologisch gesehen). Da naechste Woche Halloween ist und der Sturm in dieser Art nur wegen Kombination verschiedener meterologischer Komponenten stattfindet, wurde er hier auch „Frankenstorm“ getauft, aber offizieller Name ist „Sandy“. „Sandy“, kommend von den Tropen, zieht die Ostkueste der USA entlang, zur Zeit eingestuft als Hurricane der Staerke 1. Normalerweise wuerde ein Sturm dieser Art einfach auf dem Meer an der Kueste entlang ziehen und sich dann von den USA entfernen. Da aber parallel eine Kaltwetterfront aus dem Landesinneren Richtung Kueste zieht, kombiniert mit den Effekten des Jetstream, aendert dies die Richtung des Sturms auf die Kueste zu. In Kombination dieser ganzen Effekte wird befuerchtet, dass „Sandy“ von der Groessenortnung des „Perfect Storm“ von 1991 sein kann, wo es zur Kombination eines Nor’easter mit einem Hurricane kam. Die Meterologen sind sich (seit 2 Tagen) recht sicher, dass „Sandy“ Montag abend zwischen Waschington DC und New York City auf das Festland der USA trifft. Hier ein Link zum Hurricane tracker des Weather Channels. Daher wurden schon weitgehend Fluege abgesagt und Zuege gecancelt. Selbst die New Yorker U-Bahn fahert nicht mehr aus Angst vor Ueberschwemungen. Auch in Boston werden Vorbereitungen getroffen, da „Sandy“ ein so grosser Sturm ist, dass man dir Auswirkungen auch hier merken wird. Es ist schon „State of Emergency“ ausgerufen und oeffentliche Schulen und Aemter sind alle morgen geschlossen. Ausserdem soweit wir wissen auch alle Universitaten, inklusive Boston University und MIT, was bisher nur wegen dem Blizzard, der unseren Weihnachtsbesuch vor 2 Jahren verhindert hat, passiert ist. Alles bereitet sich also auf das Schlimmste vor, wir gehen aber davon aus, dass man in Boston selbst recht sicher ist. Wegen dem starken Wind kann es eben zu Stromausfaellen kommen, da ja hier die Sromleitungen fast alle oberirdisch sind und so gerne mal von Bauemen mitgenommen werden. Mal sehen was so kommt, meine Chefin und ich werden morgen unsere „Labor Notfall Truppe“ sein und per Auto schnell ins Labor um alle unsere Zellen am Leben zu halten (natuerlich erst nach Checken der Wetterlage), falls nach dem Hurricane wirklich „Notstand“ ist am Dienstag. Also mal sehen, ob irgendwas passiert oder alles nur Vorsichtsmaßnahme ist.

Pilze sammeln

Pilze sammeln

Wir haben am Sonntag eine Familientradition der Olejnik/Hoinka Familie wiederaufleben lassen. Wir sind zusammen mit Kerstin und Andre in den Wald rund um Worchester gegangen und haben Pilze gesucht. Mit der Erfahrungen aus Deutschland, hatte ich die Hoffnung auf eine gute Jagd so dass wir mit einer vollen Tüte nach Hause kommen würden. Ich dachte, eine Tüte wäre ein Erfolg und eins könnt ihr mir glauben, wir waren erfolgreich! Wir sind gleich mit mehreren Tüten nach Hause gekommen und haben insgesamt rund 6kg Pilze gefunden. Gesammelt haben wir fünf Arten:

1. Trompetenpfifferling (Craterellus tubaeformis)
Von dem haben wir etwa 800g gefunden. Auch wenn er ähnlich dem deutschen Pfifferling sieht, schmeckt er doch ein wenig herber.

2. Ohrförmiger Weissseitling (Pleurocybella porrigens)
Auch von dem haben wir etwa 800g Keine Ahnung wie der schmeckt, haben wir noch nicht probiert!

3. Körnchen-Röhrling (Suillus granulatus)
Diser Verwandte des Butterpilzes war der Hauptfang unseres Ausflugs. Rund zwei Kilo dürften es schon gewesen sein, die wir nach Huase befördert haben. Er wurde zerschnitten und trocknet nun in der Wohnung verteilt auf Blechen. Mal sehen, ob er sich für die Weihnachtssuppe verwenden lässt.

4. Geschmückter Röhrling (Suillus pictus)
Ein enger Verwandter des vorherigen Pilzes, leider haben wir nicht wirklich viel von ihm gefunden, nur etwa 200g. Auch er wird getrocknet und landet in der Suppe

5. Maitake oder Klapperschwamm (Grifola frondosa)
Was für ein Brecher! Wir haben einen einzigen Pilz gefunden, Gewicht: Fast drei Kilo! Schmecken tut er hervorragend, wir haben Teile von ihm noch am Abend ins Risotto geschmissen. Wie man ja sieht, leben wir noch.

Da der gemeine Amerikaner nicht Pilze sammelt, kann man wohl nicht deutsche Maßstäbe anlegen. Die Wälder sind naturbelassen und voller Sporen. Kerstin und Andre sagten, man geht hier nicht zum Suchen in den Wald sondern zum Ernten. Die Beiden haben mehrere solche Ernten dieses Jahr gehabt und meinten, das es ein eher durchschnittliches Jahr ist. Na dann !!!

Hier noch einige Impressionen: