Thanksgiving

Thanksgiving

Am Donnerstag war Thanksgiving, der höchste aller amerikanischen Feiertage, sogar noch höher als Weihnachten. Dementsprechend wird auch mehr Aufwand getrieben als an Weihnachten! Wir waren bei Kerstin und Andre zum Thanksgiving Dinner eingeladen, samt richtiger Menukarte im Vorfeld per Mail.

Insgesamt waren wir zehn Leute: Judiths Labor, Kerstin und Andre (alle deutsch) plus Kristinas Verlobter Paul und Dan als Quotenkanadier bzw. Quotenamerikaner.

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Da Kerstin und Andre noch fleißig am Kochen waren, als wir ankamen, waren wir für das Decken des Tisches zuständig und durften schon mal Brot mit selbtgemachten Marmeladen und Chutneys vorkosten, bevor das ganze Essen aufgefahren wurde. Und es war wirklich unglaublich, hier mal die Auswahl an Essen:

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Für die Vegetarier gab es sogar noch ein extra Hauptgericht, gefüllten Kürbis! Es war alles superlecker und ziemlich reichhaltig … da kam der gute bundesdeutsche „Verdauungsschnaps“ gerade recht …

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Später gab es dann auch noch Nachtisch und Kaffee … und Schokolade und Chips … wir waren wirklich echt vollgefressen!!! War aber super, gutes Essen und ne Menge Spaß mit den unterschiedlichsten Diskussionsthemen. Wer auch immer nächste Jahr ein Dinner geben will hat, hohe Ansprüche zu erfüllen, um das zu toppen!

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Freitag / Samstag

Freitag / Samstag

Freitag war mein Vorstellungsgespräch bei Millipore. Die ganze Prozedur begann um 8h morgens in Bedford, MA mit einem Gespräch mit einem Chemieingenieur, woran sich ein Vortarg von mir über meine Diplomarbeit anschloss. Anschließend hatte ich noch fünf weitere Gespräche mit Chemikern und mit einem Personalchef. Um 15h war das ganze vorbei.
Ich denke, es ist ganz gut gelaufen, bin aber ziemlich schlecht darin, meine eigene Leistung bei solchen Gesprächen einzuschätzen. Mal sehen, ob sie mich in die nächste Runde einladen. Ich werde auf jeden Fall noch vor Weihnachten Bescheid bekommen. Wenn es klappt, super, wenn nicht, dann halt nicht.

Am Samstag wiollten wir eigendlich einen ruhigen Tag verbringen, aber es ist ein wenig anders gekommen. Um 12h rief plötzlich unser Vermieter an. Er fahre jetzt mit seiner Familie übers Wochenende weg, habe aber für seinen Schwager zwei Karten für das College-Football-Spiel Boston College Eagles gegen North Carolina Tar Heels. Sein Schwager sei heute nicht aufgetaucht, ob wir nicht die Karten haben wollten, allerdings sei der Kick-off (Spielbeginn) JETZT!  Ähhhmm, ok! Wir haben die Karten genommen, haben uns fix fertig gemacht und waren kurz vor Ende des zweiten Viertels im Stadion. Die Plätze waren nicht übel, deswegen haben sie wahrscheinlich auch ursprünglich 50$ pro Stück gekostet. Naja, das Spiel war ok, aber BC hat von NC den Arsch versohlt bekommen und 13:31 verloren.

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Abends waren wir dann noch bowlen, um noch mal als was mit Dominik was zu unternehmen. Dominik macht ja am 1. Dezember den Abflug hier aus Boston und geht zurück nach Deutschland. Also waren wir mit 16 Leuten erst essen und dann bowlen, inklusive Bier oder Cocktails, war auf jeden Fall witzig!!!


Nachtrag zum Besuch ….

Nachtrag zum Besuch ….

Bevor es Beschwerden gibt, dass der Besuch meiner Brueder keinen Blogeintrag wert ist … hier ist er, nur etwas verspaetet, da wir vorher keine Zeit hatten (mehr dazu spaeter), dafuer eben auch ein etwas laengerer Eintrag!

Ich hatte, um mich etwas von dem ganzen Stress in Marburg zu erholen, die erste Woche vom Besuch meiner Brueder freigenommen und daher gibt es nochmal ein paar Eindruecke von Boston, zur Einstimmung sind wir den Freedom Trail gelaufen (ok, nicht alle Bilder sind vom Freedom Trail fuer die Ortskundigen 😉 ):

state house

boston common

beacon hill

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Zum ersten Mal habe ich nun auch eine der Freedom Trail Sehenswuerdigkeiten von innen gesehen, wir haben uns die Old North Church angeschaut, in der es anstatt vieler Bankreihen einzelne abgetrennte Boxen fuer die Gottesdienstteilnehmer gibt!

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Nachdem wir diesmal auch die Stufen zur Spitze des Bunker Hill Monuments bestritten hatten (die Aussicht war schon sehenswert aber aufgrund sehr zerkratzter Scheiben gabs keine guten Bilder), haben wir uns den Rueckweg zu Fuss gespart und sind mit dem „Watershuttle“ zum Preis einer U-Bahn Fahrt zurueck in den Hafen von Boston gefahren.

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Am Wochenende haben wir einen Abstecher ans Meer gemacht, laut Karte sah Cohasset ganz nett aus … leider konnten wir keinen richtigen Parkplatz finden und es war weitgehend Wohngegend und daher kein oeffentlich zugaenglicher Strand … also nur schnell Bilder von der Bostoner Skyline gemacht …

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… und weiter ging es zur Middlesex Fells Reservation (einem kleinen Nationalpark im Norden von Boston), um noch die lezten Reste des Indian Summers zu suchen 😉 . Wirklich viele gefaerbte Baueme gabs leider nicht mehr, aber ein netter Spaziergang (inklusive Erklimmung eines kleinen Berges), war es trotzdem.

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Ausserdem haben wir nun auch erfolgreich die erste Sportart von einem Bostoner Team live gesehen: da meine Brueder gerne mal „richtiges“ Eishockey sehen wollten, waren wir bei den Boston Bruins gegen die Pittsburgh Penguins! Obwohl ich keine Ahnung von Eishokey und den Regeln hatte war es echt unterhaltsam und wir koennen nun sagen, dass man auch aus der letzten Reihe noch eine gute Sicht hat. Eine Anmerkung noch fuer kuenftige Besuche im Banknorth Garden: man darf keine grossen Taschen oder Rucksaeche mitnehmen … ok, kann man verstehen .. aber es gibt nirgendwo, auch nicht im Bahnhof direkt da,  Schliessfaecher !!! Also mussten wir unsere Taschen (da meine Brueder noch vorher shoppen waren) im Hotel um die Ecke abgeben, was wir vertauenswuerdiger fanden als „in irgendeinem Pub“ was uns ein Security Mann vorgeschlagen hatte … also keine grossen Taschen mitnehmen !! Hier aber mal ein paar Bilder:

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In den Pausen gab es dann gesponsorte „3 Minutes of Fame“ in denen dann Kindermannschaften 3 Minuten gegeneinander spielen durften!

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Oder auch lustige Ratespiele ueber die Bruins, es war echt nicht langweilig. Die Bruins haben sogar gewonnen (3:0) und wir haben gelernt, dass bei nicht eindeutigen Situationen das Spiel auch erstmal noch minutenweise weiterlaufen kann, dann per Video nachgeschaut wird und dann erst das Tor gegeben wird.

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War auf jeden Fall ein unterhaltsamer Abend, jetzt muessten wir nur noch zum Baseball (Red Sox), Basketball (Celtics) und American Football (New England Patriots) um alle anderen Sportarten abzudecken .

Im Moment haben wir dazu aber wohl keine Zeit: Um alle Versuche aus Marburg und noch andere auf die Reihe zu bekommen hab ich echt viel im Labor zu tun und Karsten bereitet sich auf ein Bewerbungsgespraech bei Millipore vor! Dafuer muss er einen Vortrag ueber eins seiner Projekte machen also echt mehr Arbeit als ein „Standard-Vortsellungsgespraech“, worauf man sich ja auch schon gut vorbereiten muss … also Daumen druecken am Freitag morgen!

Halloween !

Halloween !
Pünktlich zu Halloween bin ich nun auch wieder gut hier in Boston angekommmen und hatte auch gar keine Zeit für Jetlag oder so … Freitag abend kam ich wieder, Samstag mittag gabs die Info das wohl spontan eine Halloween Party geplant ist! Also hies es schnell passende Kostüme besorgen: wir wussten ja wo ein Laden ist, wo man welche kaufen kann und da war echt die Hölle los! Sonst ist der Parkplatz echt leer, wir mussten aber dann an Halloween um 15 Uhr dann doch 10 Minuten rumkurven um was zu finden … Nach erfolgreichem Kostümkauf konnten wir uns dann auch schon fertigmachen …

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… um uns mit dem Bus auf den Weg zu Sarah und Mike nach Sommerville zu machen, wo wir uns treffen wollten, um noch Trick or Treat zu machen: und es gab dort echt viele Kinder die zum Süssigkeitensammeln kamen und auch echt gute Kostüme!
Nachdem dann alle weiteren Leute eingetrudelt waren wurde Pizza bestellt um sich zu stärken, da es dann noch in eine Bar oder zu einer Party gehen sollte. Hier dann mal einige Impressionen:

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In der ersten Bar war dann irgendwie doch nicht soviel los, das wir eigentlich zügig wieder weiter wollten, aber dann fing es an wie aus Eimern zu schütten und daher sind wir dann doch geblieben und haben noch einen „Yard of Beer“ vernichtet …

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Im Anschluss war es dann doch schon halb 1 nachts und da in Boston ja alle Bars und so um 2 Uhr zu machen, gings dann doch zurück zu Sarah und Mike, um dort noch weiterzufeiern, inklusive Whisky-Verkostung und Tanzen wer wollte …

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… also wurde der Jetlag erfolgreich ausgefeiert (würde ich sagen), da wir dann irgendwie doch erst um 3 zuhause waren :)  . Und morgen kommt ja schon der nächste Besuch: meine Brüder !