Rocky Mountain Laboratories

Rocky Mountain Laboratories

Da wir ja in Boston immer noch keine BSL4 Expermiente machen koennen, versuchen wir eben anderswo Zugang zu einem BSL4 Labor zu bekommen. Da das mit Marburg nun auch nicht mehr so einfach ist, wie gedacht, haben wir Kontakt mit Heinz Feldmann in den Rocky Mountain Laboratories (RML) aufgenommen und ich habe alle Vorbereitungen (ein riesiger Papierkram) durchlaufen, um dort als Special Volunteer des NIH zu arbeiten. Wie der Name schon vermuten laesst, liegt das Labor in den Rocky Mountains, hier mal der Link zu google maps nach Hamilton, Standort des RML … mitten im Nichts in den Rocky’s !! Eigentlich sollte ich ja zusammen mit Melanie fliegen, aber nach einigen neuen Entwicklungen (andere Geschichte) bin ich nun zuerst mal alleine hier. Los ging“s am Sonntag morgen um 8 Uhr, nach Zwischenstopp in Minneapolis kam ich dann am spaeten Mittag (mit 2 Stunden Zeitverschiebung nach Boston) in Missoula an.  Hier mal eine Impression vom Flug:

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Dort konnte ich dann meinen Mietwagen, einen total neuen Toyota Corolla in knallblau abholen:

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Dann ging’s also los auf die ca. einstuendige Fahrt nach Hamilton, noch bevor man wirklich aus Missoula raus war gab das Navi die Info : 43 Meilen geradeaus 😉 .

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Wie man sieht ist mein Hotel (Townhouse Inn) zwischen einer Tankstelle und Taco Bell 😉 direkt an der Hauptstrasse durch Hamilton, das Zimmer ist aber ganz nett:

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Da ich ja noch den halben Tag vor mir hatte habe ich schonmal geschaut, wo das Labor genau ist und habe die Gegend etwas erkundet; echt ein krasser Unterschied zu Boston, echt klein hier und eben ueberall Berge! Abends hab ich mir dann nur noch ne Pizza geholt und mich durchs Fernsehprogramm gezappt. Ich dachte ja Pizza Hut ist ja nur ueber die Hauptstrasse, da kann ich auch zu Fuss hin, aber im Dunkeln ist echt nicht so der Hit … es gibt zwar hier Buergersteige (nicht ueberall) aber Fussganeger sieht man nicht wirklich, Auto ist DAS Transportmittel.

Hier mal ein paar Bilder, die ich gemacht habe:

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Montag ging’s dann auch gleich los mit Fingerabdruecke abgeben, Blut abnehmen, Lab Safety Trainings und so weiter. Ich habe sogar ein Office, da sie noch fleissig am Leute einstellen sind gibt’s noch leere Labors und Bueros 😉 . Hier mal der Blick aus dem Fenster:

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Die Leute sind soweit alle ganz nett, habe noch nicht wirklich viel mit jemandem geredet, da es von einem Termin zum naechsten ging … mal sehen wie sich die Woche entwickelt, am Samstag geht’s dann zurueck nach Boston.

Sorry, das die Bilder so gross sind aber irgendwie war die nicht soo tolle Internetverbindung im Hotel hier etwas ueberfordert und ich konnte sie nicht verkleinern …

Frauen können kein Auto fahren… und Männer nicht nach dem Weg fragen!

Frauen können kein Auto fahren…

von Karsten:

Eine kleine Anekdote zu unserem Karmann-Ghia Trip: Das Abholen unseres Karmann Ghia verlief vollkommen reibungslos! Die Bremsen waren nicht fest, die Reifen nicht platt und der Wagen ließ sich wie Butter auf den Anhänger verfrachten. Festgezurrt und ab ging die Post zum nahegelegenden Dunkin Donuts um einen Kaffee und was Kleines/Süßes vor dem Weg nach Hause zu essen.  Ich bin also vorgefahren mit dem Pick-Up Truck samt Karmann auf dem Hänger, da erreicht mich ein Anruf von Judith. Sie bräuchte noch etwas, sie sei über meine Werkzeugkiste drübergefahren! WAS???? OK, Stanley hatte die Werkzeugkiste hinter das Auto gestellt, damit Judith, die den Schlüssel hatte, die Kiste in den Kofferraum stellen kann. Das hat Judith aber nicht gemacht, sondern ist im Rückwärtsgang drübergefahren! Nun wir reden hier nicht von einer kleinen Metallkiste, nein, wir reden von einer 50x30x30 cm großen, schwarzen Kunststoffkiste auf Schnee (Schwarz auf weiss)! Ergebnis:

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Lösung:

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Es ist aber nix passiert, das Auto hat keinen Schaden. Die Werkzeugkiste allerdings hat das Zeitliche gesegnet und wird mit allen Ehren in den Müll verfrachtet!

…und Männer nicht nach dem Weg fragen!

von Judith:

Auch von mir noch ein kleiner Beitrag was an diesem Tag noch so schief gelaufen ist.  Beim letzten Mal Käfer abholen wollte Karsten das Navi nicht mitnehmen, „ich weiss den Weg“ … Ende des Liedes war, dass er sich mit dem Anhaeger zum Abholen komplett verfahren hatte, nicht genau wusste wo er ist (wegen fehlender Strassennamen) und ich ihn bestimmt ne halbe Stunde nur mit Navi in unserem Auto bewaffnet suchen musste …. naja ok.  Also hab ich diesmal wieder gesagt, hier nimm du das Navi, bei mir sind Tini und Stanley im Auto wir koennen uns den Weg auch als Karte drucken und finden ihn mit vereinten Kräften schon. Aber nein, Karsten meinte ich solle es nehmen, damit ich gut von Sommerville (wo der U-Haul war) zu Tinis Wohnung finde, um sie einzusammeln. Ok, ist ja nett und daher hab ichs gemacht. Allerdings habe ich ihn am Abend vorher „genötigt“ sich den Weg bitte nochmal aufzuschreiben.  Was wurde natürlich vergessen mitzunehmen? Die Wegbeschreibung natürlich … also habe ich bei U-Haul nochmal schnell den Weg, den das Navi ausgegeben hat, aufgeschrieben und los gings … „ich weiss wolang“. Ich also los, Tini und Stanley eingesammelt, und fröhlich auf dem Weg Richtung Cape Cod, da klingelt mein Handy. Karsten: „Also irgendwie hab ich mich verfahren, deine Wegbeschreibung kann man nicht lesen!“. Hallo? Ich denke, du weisst den Weg eh und ich sollte es ja eigentlich garnicht nochmal aufschreiben! Wir also an so einer LKW-Wiegstation am Highway rangefahren und versucht übers Handy und mithilfe des Navis (was als Karte ja völlig unnütz ist) zu suchen, wo er wohl ist … „Ich bin auf der 3A und fahr einfach mal weiter Richtung Cape Cod“ …. da wir so nicht wirklich weiterkamen und rausgefunden hatten, das wir zwar zurückfahern könnten und ihn einsammeln, was aber sinnloses Rumgefahre von einer Stunde für uns bedeutet hätte, da er wirklich völlig vom Weg abgekommen war, haben wir beschlossen an der nächsten Ausfahrt rauszufahren und ne Tankstelle zu suchen, um mal eine Karte zu befragen. Also standen wir mit 3 Mann in der Tanke und suchten auf den Karten rum, wo er ist und wie er dahinkommt wo wir sind, wobei dann per Telefon so Kommentare wie „ist das nicht nen Umweg soll ich nicht lieber so fahren“ auch sehr hilfreich sind.  Ich habe dann auch eine Karten gekauft, wenn der Herr das nächste Mal kein Navi will und sich dann „irgendwie“ verfährt … Wir haben ihn dann aber auf den richtigen Highway gelotzt, was zur Folge hatte, dass er dann vor uns da war, da wir ja die ganze Zeit beschäftigt waren und nicht weitergefahren sind. Wir haben daher dann für die Strecke wo man sonst 1h 10 braucht dann ca. 2 Stunden gerbraucht …

Also die Aussage „ich weiss den Weg, habs mir ja angeguckt“ ist nicht wirklich glaubwürdig oder warum muss man ihn jedesmal irgendwo suchen oder auf den richtigen Weg leiten ??

Kommentar von Karsten:

Ich wusste auch den Weg, bin nur leider einen Highway zu früh nach Süden abgebogen. Kann doch mal passieren! Wenigstens fahr ich nicht über Kisten 😛

Kommentar von Judith:

Ja was denn nun, wenn man den Weg weiss fährt man „Aus Versehen“ doch falsch ? Und nach dem ganzen Stress ihn wiederzufinden wird dann ein Riesenaufstand wegen einer Plastikkiste gemacht? Hab’s ja nicht absichtlich geplant sie zu überfahren, kann ja mal passieren.

Mein neues Spielzeug

Mein neues Spielzeug

Wie regelmäßige Leser unseres Blogs wissen, bin ich zur Zeit ohne ein Spielzeug. Meinen 1958er Käfer habe ich (aus Vernunft) verkauft, habe mich dafür aber in einen 1969er Karmann Ghia verguckt. Eigentlich war geplant, den Wagen am letzten Sonntag zu holen, was aber durch einen Schneesturm mit 30cm Neuschnee im Süden des Bundesstaates verhindert wurde. Deswegen war heute mit sechs Tagen Verspätung die feierliche Abholung! Wir haben wie immer bei U-Haul die nötige Motorisierung gemietet, diesmal war das Schleppfahrzeug ein GMC Pick-Up Truck. Dieser Wagen hat all meine Vorurteile gegen amerikanische Wagen bestätigt. Man kann es auf eine kurze Formel bringen: Viel Radau und keine Power! Naja, ich musste ihn ja nur heute fahren.

Los ging es um 9h mit dem Abholen des Gespanns, aber leider waren wir an der falschen U-Haul Niederlassung. Zum Glück waren die so nett und haben kostenlos umgebucht und mir einfach ein Gespann von dieser Niederlassung gegeben. Ich bin also mit dem Truck und dem Anhänger schon mal losgefahren, während Judith im Audi unsere beiden Helfer Tini und Stanley in Boston eingesammelt hat. Nach einer etwas längeren Reise als gedacht (mehr davon im nächsten Beitrag), waren wir beim Karmann Ghia angekommen und konnten den Wagen endlich verladen. Als ich den Wagen vor drei Wochen besichtigt habe, hatte er vier platte Reifen vom langen Stehen. Der Vorbesitzer konnte drei davon wieder aufpumpen und hat eine Ersatzfelge samt Reifen auftreiben können, so dass ich den Ghia heute auf vier vollständig aufgepumpten Reifen vorfand.

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Ausserdem waren die Bremsen nicht festgefressen, so dass sich der Wagen ganz einfach rollen ließ. Mit ein wenig Muskelkraft war er auch schon auf den Anhänger verfrachtet und gut festgezurrt. Bevor wir dann nach Hause aufgebrochen sind, haben wir noch bei Dunkin Donuts einen Kaffee getrunken. Das Rangieren mit einem solchen Gespann ist aber auch nicht von schlechten Eltern, vorallem wenn man damit rückwärts fahren muss.

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Die Rückfahrt verlief vollkommen reibungslos und wir konnten den Karmann Ghia um 14h vom Hänger in die Garage rollen.

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Willkommen Karmann-Ghia Baujahr 1969 in unserer Familie

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Superbowl Party

Superbowl Party

Letztes Wochenende war in Amerika eines der wichtigsten Wochenenden des Jahres: Superbowl Sunday! Am letzten Sonntag war das Endspiel der National Football League (American Football), was hier immer ein riesen Spektakel ist. Zu diesem Anlass haben Judith und ich entschieden, eine Superbowl Party zu machen und alle Leute, die wir so kennen, einzuladen.

Gekocht wurde natürlich typisch amerikanisch, es gab also Chicken Wings, Hotdogs, überbackene Nachos, ein 1,30m großes Schinken Sandwich, einen riesen Pot Chili etc.

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Wenn ihr nun glaubt, dass, obwohl etwa 17 Leute hier waren, dieser Berg an Essen nicht weggegangen ist, dann habt ihr recht. Wir haben immernoch Chili im Tiefkühler und Würstchen sind auch noch da!

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Stimmung war gut, das Spiel auch! Die New Orleans Saint haben die Indianapolis Colts mit 31:17 geschlagen. In der Halbzeit sind „The Who“ aufgetreten. (Wer? *hihi*) Ein wirkliches Highlight des Superbowls sind aber die Werbungen. Es wird hier ganz spezielle Werbung nur für den Superbowl produziert, die man sonst nie sieht! Hier eine kleine Auswahl der Besten, selbstverständlich in Englisch!:

http://www.youtube.com/watch?v=Wq58zS4_jvM&NR=1&feature=fvwp

http://www.youtube.com/watch?v=iyD2aG2jMwI

http://www.youtube.com/watch?v=4rsEnwKrsvc&feature=channel


http://www.youtube.com/watch?v=hDqk8i8o6YQ&NR=1

Von „zu Tode betrübt“ zu „Himmelhoch jauchzend“

Von „zu Tode betrübt“ zu „Himmelhoch jauchzend“

Judith hat euch gestern von Samstag erzählt, ich werde in diesem Beitrag von Sonntag berichten.

Der Tag begann für mich mit einem sehr traurigen Ereignis: Ich habe meinen 1958 Faltdachkäfer verkauft. Ich bin zwar unglaublich Auto-Verrückt, aber leider musste ich bei diesem Auto einsehen, daß das Preis/Leistung Verhältnis des Wagens zwar wirklich gut war, aber leider nur für jemanden, der den Käfer selber schweissen kann. Da ich das nicht machen kann, habe ich einen Kostenvoranschlag von einem lokalen VW-Restaurator eingeholt. Als er mit einem Preis von 15.000$ um die Ecke kam, und ich immer mehr Sachen an dem Wagen gefunden habe, die mir nicht gefallen haben, habe ich entschieden, den Wagen wieder zu verkaufen. Gestern war es also soweit, der neue Besitzer hat den Käfer samt allen Teilen, mit denen ich den Wagen gekauft habe, abgeholt! Er wird nun von einem Ami aus New York State eigenhändig restauriert. Beinahe hätte ich allerdings den Deal platzen lassen, weil er anscheinend einer dieser arroganten Amis ist, der null Ahnung von deutscher Geschichte hat.  Um mir zu gefallen, hat er mir eine Email auf deutsch geschrieben, und sie mit dem Satz „Das Reich kommpt wieder!“ geschlossen. Nun, er war der einzige Interessent an dem Käfer, und bevor ich auf dem Ding sitzen bleibe, habe ich den Mist ignoriert!

Blog Transport

Heute hat mir der werte Neubesitzer noch eine „Danke“-Mail geschickt und erneut mit „Das Reich kommpt wieder!“  Ich wäre wahrscheinlich sauer, wenn gestern nicht noch etwas anderes passiert wäre! 😉

Um mich gestern von meinem großen Verlust zu trösten, habe ich im Internet nach einem neuen Spielzeug/Auto gesucht und bin auch prompt einen Autostunde südlich von Boston fündig geworden. Auf der größten amerikanischen Internetseite über luftgekühlte Volkswagen war ein kleiner 1969er Karmann Ghia Typ14 inseriert. Ich habe kurzentschlossen, und nach Rücksprache mit meiner höchsten Instanz, dort angerufen und einen Termin zwei Stunden später zum Angucken vereinbart. Nachdem ich die Computerprobleme meiner Großeltern fachmännisch gelöst hatte, sind wir ins Auto gehüpft und gen Süden gefahren. Dort erwartete mich ein chromblaues Karmann Ghia Coupé, welches vor einigen Jahren aus Californien nach Neu England transportiert wurde. Auch wenn die Innenaustattung nur mit dem Wort „hinüber“ zu beschreiben ist, und ich den Motor erstmal von gefühlten 500.000 Nüssen befreien musste, habe ich mir den Wagen ganz genau angesehen. Was ich gesehen habe, hat mich überrascht. Das Metall war grandios! Ok ein paar kleine Dellen, aber es ist das original Häuschen auf der originalen Bodenplatte mit dem originalen Bodenblech und der originalen Rostschutzfarbe von vor 41 Jahren. Ich habe über eine Stunde den Wagen mit einem Gummihammer an der wichtigen Stellen abgeklopft und exakt NULL Durchrostungen gefunden. KEINE LÖCHER, NIX, NADA! Nicht einmal der Bereich unter der Batterie, der sonst immer durchgerostet ist, war schlecht! Der einzigen Rost, den ich gefunden habe, war oberflächlich und sehr leicht zu beseitigen! Das wirklich Teure an alten Autos sind die Karosseriearbeiten, die bei diesem Karmann Ghia quasi nicht vorhanden sind (Vergleiche dazu die 15.000$ von oben). Ausserdem war der Motor nicht festgerostet, sondern ließ sich mit einem Schraubenschlüssel gut durchdrehen. Ich war wahrlich begeistert von diesem Wagen, zumal ich unter dem Wagen auch noch den mumifizierten Kopf eines Opossums gefunden habe. Ich gebe zu, dass die Innenaustattungen neu gemacht werden muss und der Oberflächenrost möglichst fix eingedämmt werden sollte, um keine Löcher zu bekommen, aber das sind ja alles Sachen, die mit etwas Spucke auf meinen Händen lösbar sind! Was also nur noch zwischen mir und diesem Ghia stand war…meine Höchste Instanz! Nun auch sie konnte nicht drumrum zuzugeben, das der Wagen verdammt solide ist. Trotzdem war sie nicht von der Idee angetan, schon wieder ein Auto zu kaufen, das einiges an Arbeit erfordert, BEVOR es fährt. Meine Aussage von vor einigen Wochen: „Schatz, der nächste Wagen, den ist kaufe, der fährt direkt!“ hat es ihr auch nicht leichter gemacht. Also sind wir mit der Aussage „Wir melden uns“ wieder nach Hause gefahren. Judith meinte, wir sollten nochmals drüber schlafen.

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Nachdem Judith drübergeschlafen hat und den ganzen Tag überlegt hat, ob sie mir die Freigabe erteilt, hat sie sich entschieden: Tschüss Käfer, Willkommen Karmann Ghia Baujahr 1969! Voraussichtlich werden wir den Wagen am 13. oder 14. Januar in sein neues Zuhause holen. Dann beginnt für mich die Arbeit den Wagen so schnell wie möglich fahrbereit zu machen, um auch an den rar gesäten VW-Treffen hier in Neu England teilnehmen zu können!

Mal sehen, ob ich in den nächsten Tagen vor Vorfreude überhaupt in den Schlaf komme 😉

Wenn man morgens auf dem Weg zum Auto festfriert…

Wenn man morgens auf dem Weg zum Auto festfriert…

Ich möchte auch dieses Jahr nicht versäumen einen Eintrag über das Winterwetter in Boston zu machen. Das Schöne an einem Winter in Boston ist, daß es unglaublich viele Sonnentage gibt. Selbst im Winter braucht man hier fast ebenso häufig eine Sonnenbrille, wie im Sommer. Das ist wirklich kein Vergleich zu den deutschen Winter mit dem wochenlangen Grau-In-Grau.

Was man aber relativ selten in Deutschland hat, sind Temperatursprünge von 10°C innerhalb von zwei Tagen. Es ist teilweise wirklich erstaunlich wie schnell sich hier die Temperaturen verschieben. On das nun mit der maritimen Lage (sorry ich hab nie in Hamburg gewohnt, kann es also nicht vergleichen) oder mit der nordamerikanischen Lage zu tun hat, weiss ich leider nicht. Falls jemand eine Theorie hat, ist er herzlich eingeladen uns alle mit einem Kommentar zu erhellen.

Heute war das Wetter mal wieder typisch für den Bostoner Winter, es war wolkenlos supersonnig, aber eiskalt. Die Temperatur hat sich nur schwerlich in den einstellig negativen Bereich bewegt. So liebe ich den Winter! In der Nacht von Freitag auf Samstag hatten wir die niedrigste Temperatur dieses Winters. Da es nicht nur eiskalt sondern auch noch gestürmt hat, lag die gefühlte Temperatur in Boston bei -26°C, in Worcester, etwa eine Stunde westlich von hier, sogar bei -31°C. Das hat man nur sehr selten am Niederrhein!

Ein kleine Unglaublichkeit am Rande: Das Weiße auf der Straße ist kein Eis, sondern Salz.

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Hochzeitslunch und Geburtstagsfeiern

Hochzeitslunch und Geburtstagsfeiern

Da wir im Moment relativ viel zu tun haben, kommen wir er jetzt dazu über das letzte Wochenende zu berichten. Wir waren am Samstag (also 23.1) zu unserem ersten Hochzeitslunch eingeladen !! Tim und Laura aus meinem Institut haben im Dezember in Utah geheiratet und da sie auch viele Freunde und Verwandte in Boston und Umgebung haben, gab es dann noch eine Feier hier.  Scheint hier in Amerika, besonders wohl im Westen, relativ üblich zu sein so zu feiern, für uns war das die erste Einladung dieser Art. Daher ging es Samstag mittag los Richtung Cohasset, wo im „Lightkeepers House“ gefeiert wurde. Das Haus lag direkt am Hafen mit einer super Aussicht aufs Meer, mit guten Bildern vom Sonnenuntergang während des Nachmittages:

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Das Essen war gut, besonders die Auswahl mehrerer verschiedener Kuchen und Torten als „Nachtisch“ :), und auch sonst war es sehr schön. Da viele Leute aus dem Institut eingeladen waren, kannten wir auch genug Leute um uns gut zu unterhalten.

Da am gleichen Tag auch Laure Geburtstag hatte, waren wir dann zur Feier des Tages noch Abends mit ein paar Leuten und ihr Essen bei „Les Zygomates“ einer Weinbar / Restaurant im französischen Stil im Financial District. Das Essen war super, wir haben das Menu zum „prix fixe“ genommen, also 3 Gänge zur Auswahl zum Preis von 39$, wogegen man echt nix sagen kann! Nach dem Essen wurde in den Barbereich gewechselt, wo eine Jazzband live auftrat, und noch ein Cocktail getrunken. Dann war es doch schon so spät, dass wir uns aufmachen mussten, um den letzen Bus noch zu bekommen … was in einer 1.5h Fahrt mit der letzten Redline, der letzten Greenline und dem letzen Bus endete, da alle U-Bahnen und Busse immer  auf den letzen Anschluss gewartet haben ;), aber um viertel vor 2 nachts haben wir es dann doch nach Hause geschafft.

Seitdem kommen wir auch irgendwie nicht mehr aus dem Geburtstagsfeiern raus: Tini am Montag und Melanie gestern, wo wir dann zum Feiern bei ihr einen Spieleabend gemacht haben, der Pokerkoffer kam erstmals nun in Boston zum Einsatz :).

Sonst gibt es nicht soviel neues, da wir uns endlich beim Fitnesscenter angemeldet haben sind wir nun auch an 2 Abenden dort zu finden + einen Kletterkurs Sonntagabend, damit wir auch mal wieder was für unsere Fitness tun. Gegen Astrid mit ihrer Qualifikation fuer den New York Marathon können wir aber nicht mithalten, herzlichen Glückwunsch dazu an dieser Stelle!

Und nächstes Wochenende wird schon wieder gefeiert, wir Deutschen werden versuchen eine richtig amerikanische Superbowlparty zu geben !!