Arbeitserlaubnis beantragt

Arbeitserlaubnis beantragt

Diese Woche stand bei mir unter dem Thema Arbeitserlaubnis. Ich habe mich am Dienstag mit einem Mitarbeiter des „International Students and Scholar Office“ getroffen und wir haben meine Begründung durchgegangen, die ich der verantwortlichen Behörde schicken muss, weswegen ich eine Arbeitserlaubnis haben möchte. Zu meiner Ernüchterung hat er alle meine guten Begründungen, wie „Fortbildung“, „in Naturwissenschaften muss man am Ball bleiben“ etc. rausgestrichen, mit der Begründung: „Das ist ja alles richtig und sicherlich das wichtigste, aber diese Gründe sind zu komplex. Wenn die Begründung zu komplex ist, denkt der Bearbeiter nach und sucht evtl. nach Fehlern und du willst nicht das sie suchen oder nachdenken“ :-D.

Also ich habe nun eine Arbeitserlaubnis beantragt, weil ich die USA kennenlernen will und evtl ein paar Kurse besuchen will. Ich mein, der ISSO-Mensch hat jahrelange Erfahrung mit solchen Anträgen, da kann ich ihm vertrauen. Mit welcher Begründung ich die Erlaubnis nun bekomme, das ist egal, Hauptsache ich bekomme sie!

Gestern habe ich den ganzen Papierkram gemacht, Pass, Visa etc. kopiert und zusammen mit zwei Passfotos und einem Scheck über 340$ per Einschreiben mit Rückschein nach Vermont geschickt! In etwa 90 Tagen dürfte ich die Arbeitserlaubnis bekommen.

Unsere Bude, soweit eingerichtet !

Unsere Bude, soweit eingerichtet !

Wir hatten euch ja versprochen, dass wir euch unsere Bude zeigen, wenn wir sie eingerichtet haben. Heute wollen wir dieses Versprechen einlösen:

Unser Schlafzimmer:

Unser Esszimmer:

Unser Wohnzimmer:

In der Küche hat sich, bis aufs Geschirr, nichts getan und in Ermangelung von Platz im Bad auch nicht. Das Einrichten des Gästezimmers haben wir nach hinten verschoben, da ja frühestens im Januar mit den ersten Gästen zu rechnen ist. Die Regale sind natürlich noch recht leer, aber sie werden sich mit der Zeit sicherlich füllen. Auch ein paar Bilder und so werden es noch wohnlicher machen  😉

mal so.. Busse und Wetter…

mal so.. Busse und Wetter…

Wie ihr ja lesen konntet hatten wir ja schon einen Tag, wo wir uns tierisch über die Busse hier aufgeregt haben… muss aber mal sagen, dass zumindest der Bus der hierher fährt (den ich zur Arbeit nehme) eigentlich sehr zuverlässig ist. Die beschriebene „Rudelbildung“ ist morgens durchaus praktisch, da dann 2 bis 4 Busse hintereinander her fahren und daher meistens nicht total überfuellt sind und auch nicht an jeder Haltestelle anhalten, beim Einsammeln der Passagiere wird sich schon abgewechselt 😉 und man daher schneller vorankommt. Habe bisher in der Woche hoechstens 5 Minuten auf einen Bus gewartet und musste bisher nur dreimal stehen (da der Bus zu voll war) und das obwohl ich meist mitten in der Rush hour fahre. Daher also keine Angst, dass man ständig wegen der Busse genervt ist 🙂 .

Nebenbei wollte ich mal erwähnen, dass hier voll das Super-Wetter ist, wie ihr auf den Fotos auch ja seht. Bisher hat es an einem Tag geregnet und zweimal war nicht so tolles Wetter. Nachts wirds zwar schon richtig kalt und auch tagsüber wird jetzt kühler, ab er das meistens strahlend blauer Himmel ist lässt sichs ganz gut aushalten! Daher sieht dann das Warten beim Umsteigen in den Boston-University Shuttle Bus morgens meist so aus :), mit der Aussicht auf Downtown-Boston.

Wie siehts denn da in Deutschland mit dem Wetter aus ??

Mein Arbeitsplatz

Mein Arbeitsplatz
Einige sind ja sehr gespannt, wo ich arbeite… da das neue NEIDL ja noch nicht fertig ist, haben wir jetzt erstmal ein Labor in der School of Medicine im Department of Microbiology. So sieht das ganze aus:

An der Seite die Baenke, wollen wir als Schreibplatz nehemen … die hinten am am Fenster sind jetzt aber schon von uns belegt worden, dass sieht dann so aus:

Links ist mein Platz, rechts sitzt Kristina und Dominik auf der gegenueberliegenden Seite.

Daneben gibt es noch einen Raum mit den Flows (fuer Arbeiten mit Zellkultur), wo dann auch die Brutschraenke stehen sollen, wenn sie mal ankommen, und Elkes Buero. Also erstmal fuer uns 3 im Labor massig viel Platz (Elke verbringt die meiste Zeit im Buero). Allerdings wird wie man sieht noch nicht wirklich viel praktisch gearbeitet. Es fehlen immer noch Chemikalien und Geraete, die bestellt sind aber nicht ankommen oder aber wir koennen die deutschen Geraete wegen der anderen amerikanischen Stromstaerke noch nicht benutzen, da der Transformator auch noch nicht da ist…. Dominik ist gerade dabei seine ersten Maxis (Isolation von Plasmid-DNA aus Bakterien fuer die Fachfremden 🙂 ) zu machen!

Da ich mich ja aber eh erst mal noch eingewoehne und mich dann ans Veroeffentlichen meiner Doktorarbeit mache, brauche ich ja zunaechst eh vorrangig einen Computer zum Schreiben 😉 . Wie es dann genau weitergeht… mal sehen!

US-Fernsehen

US-Fernsehen

Also, es ist 19h und zappe durch das Fernsehprogramm. Ich bleibe am SciFi-Channel hängen und was läuft: SAW 1. Das soll mal einer verstehen, nackte Brüste darf man nicht zeigen, aber SAW, einer der wirklich harten Horrorfilme läuft am frühen Abend. Es ist aber nicht das erste Mal, dass R-rated-Filme (FSK ab 18) zu einer Zeit laufen, wo Kinder und Jugendliche garantiert noch wach sind, teilweise sogar am Nachmittag. Das soll mal einer verstehen…

Head of Charles – Regatta / Game 7

Head of Charles – Regatta

Da wir nun auch mal kulturell in Boston unterwegs sein wollten, waren wir gestern bei der Head of Charles Regatta auf dem Charles-River.

Also machten wir uns mittags auf den Weg von Brighton nach Harvard, wo die Regatta stattfinden sollte. Da wir ja kein Auto besitzen, wollten wir mit dem Bus unseren Weg finden. Da klappte beim ersten Bus auch noch ganz gut, 5 Min Wartezeit und los ging die Fahrt. In Allston wollten wir dann in den Bus 66 umsteigen, aber der liess wackere 45 min auf sich warten. Als er dann endlich da war, war er so voll, dass wir gar nicht einsteigen konnten und nochmals (nur) 3 min auf den nächsten warten mussten (Uns ist aufgefallen, dass die Spezies „Bus“ in Boston gerne mal Rudel bildet 😉 ). Als wir dann kurz vor der Haltestelle waren, wo wir vor hatten auszusteigen, kam eine Durchsage, das der Bus leider einen Umweg fahren müsse, da eine Brücke gesperrt sei, über die er sonst gefahren wäre. Das bedeutete nochmals etwa 15 Umweg. Endlich doch dort angekommen, wo wir eigendlich schon seid einer Stunde hätten sein wollen, nämlich an der Harvard-Universität, sind wir ausgehungert in ein Restaurant zum Mittagessen gegangen, wo wir zwei wirklich gute und vorallem günstige Pizzen hatten.

Anschliessend haben wir uns die Regatta und die Stände am Ufer des Charles-River angesehen.

Nach etwa 2 Stunden haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht, weil wir am Abend noch in eine Sportsbar gehen wollten um das entscheidende Spiel der Boston Red Sox gegen die Tampa Bay Rays zu sehen. Also haben wir versucht einen Bus zu besteigen…

An der Bushaltestelle angekommen, stand dort ein Schild, dass die Haltestelle geschlossen und man doch an einem uns unbekannten Platz einsteigen soll. Zum Glück stand an dieser Haltestelle eine freundliche, aber ebenso von der Situation genervte, Amerikanerin, die mit uns zu diesem Platz gegangen ist (Den hätten wir nie im Leben gefunden…). Nach kurzer Wartezeit kam ein Rudel passender Busse, wovon wir einen bestiegen. Der fuhr, wie könnte es auch anders sein, wie selbstverständlich die offiziell geschlossene Haltestelle an, um sich dann heillos im Bostoner Verkehr zu verfahren (Die Brücke war nämlich noch immer gesperrt 😉 ) Mit Hilfe dreier ortskundiger Passagiere und lautem Richtungsgebrülle des halben Busses konnten wir schliesslich den Bus auf den rechten Weg zurückführen. An der Umsteigehaltestelle angekommen konnten wir nur noch die Rücklichter unseres Busses nach Hause sehen. Aber kein Problem, dachten wir, die kommen ja alle 10min… ja, theoretisch… nach etwa ner halben Stunde kam dann der N&äuml;chste … im Rudel 😉

Zuhause angekommen fix den Pappmüll von Ikea in die Mülltonnen gestopft (Müll wird hier am Mo abgeholt) und schon wieder in den Bus. Ihr ahnt es: Bus war natürlich zu spät! Obwohl wir nur in eine recht nahe Sportsbar fahren wollten um uns das Spiel anzusehen, haben wir uns spontan dazu entschlossen zum Fenway Park zu fahren und uns dort in eine Sportsbar zu setzen. Wir haben uns für die Bar „Game On“ direkt neben dem Stadion entschieden. Am Eingang die obligatorische Kontrolle des Ausweises (der hat bestimmt 30 sek geprüft, ob mein Reisepass auch echt ist) und dann direkt rein. Wir hatten Glück und haben nicht lange stehen müssen, weil wir einen guten Platz an der Bar ergattern konnten. Da wir noch nicht zu Abend gegessen hatten, haben wir das vor Ort nachgeholt. Ich haben mir ein kleinen Burger als amuse gueule bestellt.

Die Stimmung war super, auch wenn die Red Sox leider verloren haben und damit den Einzug in die World Series, die Playoffs zur amerikanischen Meisterschaft, verpasst haben. Wir haben uns nach Ende des Spiels auch fix auf den Heimweg gemacht und waren doch erstaunt über das Polizeiaufgebot (wohlgemerkt das Spiel war in Tampa Bay, NICHT in Boston), die ich normalerweise von einem Heimspiel eines beliebigen Fussballvereins in Deutschland gewohnt bin (Ich glaube nicht, dass in der Dortmunder Innenstadt zwei Hundertschaften Polizei stationiert sind, wenn Dortmund auswärts spielt). Gummiknüppel kennen die hier übrigens nicht, die Bostoner Polizei bevorzugt 1m lange Eichenknüppel.

Heim ging es dann wieder mit dem Bus… diemal wieder von einer anderen Station als erwartet, aber mit durchaus akzeptabler Wartezeit. War ein sehr erquickender Tag in Boston!

Der Arbeitsalltag beginnt…

Der Arbeitsalltag beginnt…

Da ich ja offiziell am 15.10. hier anfange zu arbeiten, bin ich daher jetzt tagsüber im Labor…. oder vielmehr erstmal alles angucken und mich orientieren. Muss auch erstmal viele Orientations machen, damit ich überhaupt dann mal im Labor arbeiten darf. Daher gabs gleich am 16.10. die Laboratory Safety Orientation (ja, nicht Essen im Labor, wie lagert man Chemikalien und so….), das übliche eben. Ausserdem muss erstmal haufenweise Zeug erledigt werden, z.B. mein Rechner aus Marburg muss von der IT-Abteilung komplett gecheckt werden und dass kann wohl dauern, da er ja ein deutsches System hat. Kann aber erstmal einen geliehenen Rechner benutzen, hab aber noch keinen Zugang zu den ganzen Laufwerken und so weiter… Nächste Woche gibts dann gleich die New Employment Orientation (für alle neuen Angestellten verpflichtend, da wird sich hoffentlich klären ob wir über die Boston University versichert werden können), sowie die Radiation Safety Basic Orientation (Arbeiten mit Radioaktivität). Ausserdem wurde mein Security Check, damit ich Zugang zum NEIDL bekomme, eingeleitet, was auch 10 – 12 Wochen dauern kann: dafür muss ich sogar meine Fingerabdrücke abgeben! Dann gibts Ende des Monats wohl ein Seminar der verschiedenen Arbeitsgruppen, wo ich dann mal kuz vorstellen soll, was ich so gemacht hab in meiner Doktorarbeit… also hab schon was zu tun! Mal sehen wie es dann weitergeht, heute gibts es wohl noch ein Paper-Seminar, aber wohl mit Bier und Chips 😉 !?

Ein Tag bei Ei-Ki-A aka Ikea

Ein Tag bei Ei-Ki-A aka Ikea

Da ja einige von euch unsere Wohnung ja wirklich schön fanden, sich aber darüber lustig gemacht haben, dass sie doch recht unmöbliert daher gekommen ist (ich möchte auf niemandem mit dem Finger zeigen ;-)), haben wir heute einen Van gemietet.

Nachdem wir uns erstmal auf dem Weg nach Hause verfahren haben, ging es dann recht zielsicher zu Ikea, oder wie man hier sagt Ei-Ki-A. Naja, sagen wir mal so…. die Möbelkrise ist erfolgreich überstanden ;-), wir haben uns mit dem nötigsten eingedeckt!


Jetzt müssen wir das ganze Zeug noch aufbauen, was ne Arbeit 😉